Fernweh-Adventskalender: Japan – 23. Türchen

Eine Möglichkeit verschiedene Spezialitäten auf einmal zu probieren ist Bento. Das ist die japanische Lunchbox, die man zuhause selbst zubereitet oder unterwegs kauft. Unsere hier ist in einem speziellen Bentoladen gekauft:

Was haben wir denn da? Eingelegter Ingwer, Sushi, Tempura, Zuckerschotten, Lotusscheibchen, Shrimps, Tamagoyaki (japanisches gerolltes Omelett), Sojasoße, Orangenstückchen und Mochi (kleine Reisküchlein). Mhhh!

Fernweh-Adventskalender: Japan – 21. Türchen

Schon wieder Essen? Ja! Dieser Teller Reis mit Tempura war das i-Tüpfelchen eines sehr langen Tages.

Die Fahrt von Odawara nach Tokyo hat sich in die Länge gezogen, weil unser Bus kurz vor Tokyo in einen Stau geraten war. Unsere letzte Mahlzeit – eine leckere aber kleine Fischbulette am Stiel – war acht Stunden her. Alle waren schon am Verhungern! Daher wurde ganz schnell im Hotel eingecheckt, sich ganz kurz erfrischt, nur ein Paar Selfies vor Kaminari-mon gemacht, damit man bald mit hungrigen Blicken die Lokale unsicher machen konnte. Dabei wurden alle Lokale, vor denen Menschenschlangen waren, links liegen gelassen. Ihr erinnert euch, die Fischbulette war wirklich klein?!

Mir war es nach Tempura. Und die Plastikmodelle im Schaufenster sahen vielversprechend aus. Ich habe es nicht bereut. Im tiefen Teller wurde Reis mit Tempura serviert, dazu gab es eine heiße klare Suppe. Ich hatte im Tempura-Teig frittierte Kürbisspalte, Okraschotte, Schrimp und kleinen Fisch (Foto oben) genommen. Sieht es nicht lecker aus?!

Dazu konnte man sich übrigens, so viel man wollte, Wasser oder grünen Tee holen. Oh, das habe ich ja noch gar nicht erzählt. In keinem Lokal während der ganzen Reise hat man von uns in Japan Geld fürs stille Wasser verlangt. Sobald man in einem Lokal Platz genommen hatte, bekam man ein Glas mit stillem Wasser.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 19. Türchen

Was mich in dieses Lokal gelockt hat, liegt ja auf der Hand. Das war natürlich das Grünzeug vor der Tür ;-) Hinter ihr versteckte sich ein kleines europäisch eingerichtetes Café. Die Betreiberin ist eine betagte und sehr sehr freundliche Dame.

Wir hatten es auf eine Spezialität von Nagasaki – auf den Castella – abgesehen. Hier wurden verschiedene Geschmacksrichtungen von Castella angeboten. Mein Mann und ich wollten das Original und die Matcha-Variante kosten. Daran gewöhnt die Kuchenteller zu tauschen, wenn jeder von uns die Hälfte von seinem Kuchen verputzt hat, waren wir total davon gerührt, dass die nette Betreiberin kurzerhand beide Kuchenstücke halbiert und jedem die Hälfte von beiden Kuchen serviert hat. Es ist eine kleine Nettigkeit gewesen, aber auf uns hatte sie eine große Wirkung.

Diese nette Frau hat uns auch die Geschichte von ihrem wunderschönen Geschirr erzählt, das sie von ihrem Großvater und zu ihrer Hochzeit vor über 50 Jahren geschenkt bekommen hatte. Wegen all dieser Kleinigkeiten haben wir uns hier – auf dem anderen Ende der Welt – unglaublich willkommen gefühlt.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 15. Türchen

Es ist an der Zeit mich als Teigtaschenfan zu outen. Ob Pelmeni, Wareniki, Maultaschen oder Tortellini aufgetischt werden, ich bin dabei und immer bereit meinen Teigtaschenhorizont zu erweitern. Da war es ja klar, dass ich mir die Gyoza nicht entgehen lassen würde:

Diese Fotomodels haben wir in Nagasaki Chinatown abgelichtet, sie waren mit Fleisch und Kohl gefühlt, gekocht und anschließend schön kross angebraten. Sie waren superlecker!

Aber ich bin immer noch am rätseln, wie man den Teig so dünn ausgerollt bekommt und er trotzdem nicht reißt. Wenn ich meiner Mama beim Pelmeni- oder Wareniki-Zubereiten helfe, dann sind meine immer daran zu erkennen, dass sie den dicksten Teigmantel haben. Wie ich sie am liebsten mag halt :-D