es war einmal… 2.0

Tag: Hessen

Nachgedacht: Sauberhaftes Langen

by chaoslady

Eigentlich hatte ich vor, heute nur einen Post „DIY: Badetuchhalter“ zu schreiben. Aber mein Mann und ich haben heute bei der Aktion des Verschönerungs- und Verkehrsvereins „Sauberhaftes Langen: Langen räumt auf“ mitgemacht und ich hatte dabei viel nachgedacht, mich viel geärgert und einiges verurteilt. Aber von Anfang an….

Am Montag war ich auf der Frauenvollversammlung der TU Darmstadt. Das Thema „Frauen zwischen Rollenfalle und Selbstverantwortung“ hat mich hingelockt. Die Thesen und Überlegungen, die dort diskutiert wurden, waren mir nicht neu, aber so konzentriert, einander direkt gegenübergestellt, von „Gleichgesinnten“ auf die Goldwaage gelegt … das war erfrischend und tat gut.

Als mein Mann heute früh vor der Müllsammelaktion die noch leeren Container fotografiert hatte, dachte ich noch: Gute Idee! Ich werde auch darüber posten…

Während ich aber so den Müll sammelte, kam eine These aus der Montagsversammlung in meinem Gedächtnis auf die Oberfläche wieder. Frauen unserer Generation scheinen sehr harmoniebedürftig und gehen den Konfrontationen aus dem Weg. Was mich angeht, ja, ich bin harmoniebedürftig. Das war ich schon immer. Was die Konfrontationen angeht, dank modernen Medien haben sie sich in andere Dimensionen verlagert und ihre Art hat sich gewandelt. Kann man da den einzelnen Frauen vorwerfen, dass sie sich dem Shitstorm nicht gewachsen füllen?

Als ich wieder zuhause war und vor meinem Laptop saß, dachte ich, dass es positiver wäre, Bilder dieser Aktion zu posten und mit gutem Beispiel voranzugehen, dass es harmonischer wäre, die Vorwürfe, die mir auf der Zunge brennen, für mich zu behalten. Aber ich habe mich anders entschieden. Die Welt ist nicht „Friede, Freude, Eierkuchen“ und manchmal muss man auch unbequeme Dinge aussprechen. Also habe ich in meinem Blog zwei neue Kategorien eingeführt: „unbequem“ und „Aufgeben ist nicht drin“. Hier werde ich von unperfekten Situationen, unzufriedenstellenden Lösungen und meinem Beitrag dazu schreiben….

Trotz schlechten Wetters haben heute ganz viele Menschen an der Müllsammelaktion teilgenommen, so etwa 100 (von mittlerweile ca. 37 Tausend Stadteinwohnern!). Mein Mann und ich waren in der Nähe eines Drogeriemarkts und zwei Supermärkten im Einsatz.

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Es lagen unglaublich viele leere Alkoholflaschen herum. Dass es Wodka auch in Plastikflaschen gibt, wusste ich bis heute nicht mal. An einer Stelle lagen ganz viele leere Capri-Sonne-Verpackungen. Am unerklärlichsten waren uns die vollen Hundekotbeutel, die in die Botanik geworfen wurden.

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Ironischerweise fanden wir auch dieses Schild im Gebüsch:

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Es fängt so harmlos an. Ein Taschentuch fallen lassen, nicht aufheben. Ist biologisch abbaubar. Ein Bonbonpapier fallen lassen. Papier verrottet. Man lässt eine Bonbonverpackung aus Plastik fallen. Da liegt schon anderes Bonbonzeug… Bald liegen da auch Coffee-to-go-Becher, Tetrapack, Kümmerlingflaschen und gar verrostete Motorräder:

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Melibokus

by chaoslady

Sieht man heute aus den Fenster, mag man kaum glauben was für ein herrliches sonniges Wetter wir am Sonntag hatten, so tief hängen die grauen Regenwolken. Dafür dass die Wanderung am Sonntag schon vor Langem ausgemacht war, hatten wir echt Glück mit dem Wetter.

Es ging mit Freunden in den Odenwald. Klar ist es nicht unsere erste Wanderung dorthin gewesen, aber auf dem Melibokus waren wir bis jetzt nie.

Gestartet in Zwingenberg gingen wir zuerst – laut unserem Wanderführer – „durch das Rebland“, naschten ein paar süße Weintrauben, aber wirklich nur ein paar, und redeten über dies und das.

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Eine andere Sehenswürdigkeit auf unserem Weg war Schloss Auerbach. Für Kinder ist diese Ruine ein Paradies auf Erden. Aber die gewaltigen Burgmauern, die Gänge darin, die Aussicht vom Nordturm aus rufen auch in Erwachsenen ein großes Staunen hervor. Dank stabiler und vertrauenerweckenden Treppen hatte ich keine Höhenangst und konnte zusammen mit den anderen vom Nordturm auf den Melibokus – unser nächstes Ziel – blicken.

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Der Berg links ist der Melibokus. Da wollten wir also hin. Runter vom Burgturm. Bergrunter. Bergauf. Noch eine kurze Pause kurz vor dem Erreichen des Gipfels, weil meine Kräfte aufgebraucht waren. Aber dann waren wir ganz bald oben auf dem Berg, wo hunderte von Marienkäfern die Wanderer belästigten, und gingen auf den Aussichtsturm hinauf. Der Ausblick von der Aussichtsplattform war atemberaubend. Das Schloss Auerbach sahen wir auch wieder (die zwei Türme auf dem Berg links gehören zu ihr).

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Mit dieser schöne Aussicht vor uns haben wir ein Picknick oben auf dem Aussichtsturm gemacht. Den Zuckerkuchen, den es unter anderem auch gab, hat mein Mann selbst gebacken.

Nach dieser längeren Pause in luftiger Höhe, aus der man sogar die Skylines von Frankfurt am Main sieht, begann unser Abstieg vom Berg. Allmählich ging der Tag zur Neige. Als wir die Burg Alsbach erreichten und vor dem Burgtor noch eine Pause machten, ging die Sonne unter. Aber wir waren eben noch nicht zurück in Zwingenberg.

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Den letzten Abschnitt legten wir im Dämmerlicht zurück. So wurde diese tolle Wanderung zu meiner allerersten Nachtwanderung. Klar, ist war noch keine Nacht, aber wenn man unter dem Bäumen den Boden unter sich nicht mehr sieht, zählt es. Als wir zwischen den Bäumen wieder über die Rhein-Main-Ebene blicken konnten, war in den Städten die Straßenbeleuchtung angegangen.

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Dieser Teil des Weges kam meinem Schatz bekannt vor. Und das stimmte, unsere allererste Wanderung in diesem Jahr führte uns hierhin. Kurz bevor die Zivilisation uns wieder hatte, wurden nochmal unsere Knien strapaziert, denn vom ehemaligen Steinbruch führt eine sehr steile Straße in die Stadt hinein. In der Stadt, auf dem Weg zum Bahnhof, sind wir unter einem haushohen Feigenbaum durchgegangen, wo sie es doch bei uns nicht so warm haben.

Ach, war das eine wundervolle Wanderung! Die beste überhaupt. Weinberge und zwei Burgen. Der höchste Berg, den ich je bestieg. Eine unverhoffte Nachtwanderung. Und eine echte vom Baum gepflückte Mandel als Mitbringsel.

Wetterpark in Offenbach

by chaoslady

Seit Juli haben wir unser Tandem (über das ich ein anderes Mal berichten werde) und unternehmen kleine Radtouren in der Umgebung. Klein sind diese Touren hauptsächlich, weil ich noch nicht das Sitzfleisch und nicht die Kondition für größere Touren habe. Aber das wird auch noch.

Eine von solchen Radtouren hat uns nach Offenbach, in den Wetterpark geführt.
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Im Park kann man an verschiedenen Stationen über Wettererscheinungen und -phänomene nachlesen und einen Wettersatellit aus der Nähe anschauen. Jetzt weiß ich auch, was ein Blitzbaum ist…
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Im Besucherzentrum gibt es Infos über das Wetter und die Klimaentwiklung in unserer Region. Man kann hier mit eigener Muskelkraft einen Tornado erzeugen und per Knopfdruck einen Regenbogen über einer Großstadt anknipsen.
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Am Eingang zum Park befindet sich eine modernen Messstation des Deutschen Wetterdienstes. Man schaut von einer erhöhten Besucherplattform auf mehrere Messgeräte herab, eine Tafel benennt diese und erklärt ihre Funktionsweise. Es war nicht nur interessant und informativ, sondern auch amüsant… Wir haben Stare dabei beobachtet, wie sie auf dem Windrichtungsmesser landeten, und die Werte an der digitalen Anzeige änderten sich von einem Augenblick auf den anderen um ca. 180°. Spaßvögel!

Das fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten

by chaoslady

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Zwei Mal im Jahr werden die Tore von Schloss Wolfsgarten für Besucher geöffnet. Und bis letzten Sonntag zählten wir nie zu diesen. Wie das? Wissen wir auch nicht so genau. Aber wichtig ist doch, dass es diesmal geklappt hat.

Den ganzen Weg zum Schloss Wolfsgarten drehten sich meine Gedanken um unseren Garten, seine Umgestaltung, neue Beete und Co. Mein Schatz redete von dem, was ihn gerade bewegte. Und ich musste zugeben, dass diesmal ich diejenige war, die nicht zuhörte. Als wir die ersten Staudenaussteller um uns hatten, stand es noch schlimmer um mich… WILL ICH HABEN!!! AAAAAALLES!!! ging mir da nur durch den Kopf.

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Wohin das Auge blickte, gab es was des Gärtners Herz begehrt, Stauden, Gräser, Kräuter, Sträucher, aber auch Gartendekoration und -möbel, Rasenmäher und Wasserspiele, Töpfe und Klettergerüste, Blumensamen und sogar Klamotten.

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Man konnte hier Neues lernen, Ideen sammeln und Leckeres naschen. Unter den Gleichgesinnten haben wir im Schloßpark einen wunderbaren Nachmittag verbracht und gingen nicht mit leeren Händen nach Hause.

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Zwingenberg

by chaoslady

Wettermäßig war die vergangene Woche genau so wie man das im April erwartet. Mal schien die Sonne, mal regnete es. Am letzten Dienstag wurde ich auf dem Nachhauseweg von einem heftigen Gewitter überrascht. Sogar Hagel blieb mir dabei nicht erspart. Aber danach gab es einen herrlichen Regenbogen.

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Vor einer Woche waren wir bei Kollegen von meinem Mann zu einem Spielabend eingeladen. Da mir vom Autofahren wiedermal schlecht wurde *schäm*, haben wir einen kleinen Spaziergang vor dem Abendessen gemacht. Von den höher gelegenen Stellen konnte man über ganz Zwingenberg und auf die abgedeckten Spargelfelder dahinter schauen. Zum Abendessen gab es dann köstliche Schmandwaffeln mit allerlei Süßem…

Aus einer Unmenge von Spielen wählten wir zuerst das „Teufelsdreieck“. Die Mischung aus Strategie und Glück war verlockend. Ich hatte Pech, meine Schiffe verschwanden alle wie von Zauberhand. Bei „take it easy“ hatte ich mehr (Anfänger-)Glück, bei „Hippo Hopp“ und „Hero Quest“ wieder nicht. Na ja. Wie der Zufall so wollte hat jeder von uns an diesem Abend einmal gewonnen. Das fand ich herrlich!

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Nach einem üppigen Frühstück am nächsten (oder heißt es „am gleichen“, wenn man spät nach Mitternacht ins Bett geht?) Morgen führten uns unsere lieben Gastgeber durch Zwingenberg und die Gegend. Es ging am Berghang an einer Kneipp-Anlage, an einem Weinberg „Alte Burg“ und an einem ehemaligen Steinbruch vorbei. In der Stadt waren wir an der Bergkirche, dem Marktplatz, der Aul und dem Rathaus vorbeigeschlendert. Da wir bei diesem Spaziergang eine ordentliche Strecke zurückgelegt haben, zähle ich ihn zu unserer ersten Odenwald-Wanderung in diesem Jahr. Und diese wurde mit einem Mandeleisbecher beim Italiener gefeiert.

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