Gartenjahr 2021: Beeren

Die Beerenernte fällt bei uns in diesem Jahr etwas mau aus. Aber es ist in Ordnung. Die schwarze Johannisbeere war im vergangenen Jahr arg von Schädlingen befallen, also hatte ich den Strauch im Winter radikal zurück geschnitten. Im Frühjahr ist der Strauch wieder ausgetrieben, sogar groß geworden und sieht aktuell gesund aus. Eine Ernte gab es hier nicht.

Unsere Heidelbeere war sehr klein und sehr veraltet und ich war ratlos, denn an dem Strauch war nichts mehr, was ich hätte zurückschneiden können. Aber im Frühjahr stieß ich auf eine Info, die für mich Gold wert war. Also habe ich die meisten der wenigen Blüten abgezupft, die unser „alter“ Heidelbeerstrauch bekam, damit die Pflanze ganze Kraft in das Wachstum statt Fruchtbildung steckt. Und siehe da, unser Heidelbeerstrauch hat neue Zweige bekommen, sein Volumen hat sich verdreifacht. Die Ernte bestand aus zwei riesigen Beeren. Ich hatte wohl die Blüten ganz unten übersehen ;-) Seid ihr auch gespannt, wie unsere Heidelbeerernte im nächsten Jahr ausfallen wird?

Allein unsere Brombeere hat sich total unbeeindruckt von meinen Eingriffen gezeigt. Auf sie ist immer Verlass und sie trägt ordentlich!

Mittlerweile ist die Hälfte von diesen Beeren gereift und von uns verputzt :-D Und die Ruten für das kommende Jahr sehen auch schon viel versprechend aus!

Nicht Flauschiges

In unserem Garten ist nicht nur Flauschiges unterwegs.

Dieses kleine Insekt habe ich auf einem Sonnenblumenblatt fotografiert. Aber was ist es? Eine Art Zartschrecke? Oder die Larve von einer Zartschrecke? Schrecken sind nicht mein Fachgebiet, aber süß finde ich diese schon:

Im Teich sind Mini-Molchis unterwegs. Die kleinsten sind noch fast durchsichtig. Die größeren werden langsam dunkler und bekommen das typische Muster auf dem Rücken. Sie alle fressen die Mückenlarven:

Nicht alle Libellenlarven wurden von den Teichmolchis gefressen:

Und heute früh habe ich an einer Hausecke diese Ameisenjungfer entdeckt:

Zuerst habe ich sie für eine seltsame Libelle gehalten. So ein Tier hatten wir noch nie in unserem Garten. Ihr?

Flauschiges

Mein Mann lässt immer etwas Klee beim Rasenmähen stehen und der Klee wird genau so gut von unseren flauschigen Besuchern frequentiert wie die Kornblumen und die wilde Malven:

Als ich gestern die wuchernde Melisse etwas zurück geschnitten habe, habe ich auf den Blattunterseiten zwei flauschige Raupen entdeckt. Sie waren gerade 2,5 cm lang und wie erstarrt. Die Blätter habe ich von den Zweigen getrennt und zu der Pflanze zurück gelegt. Nachts gabt es einen Regenschauer. Heute haben wir eine der beiden Raupen beim Fressen beobachtet. Also geht es mindestens einer der beiden Raupen gut.

Wenn wir die Raupen richtig bestimmt haben, dann werden im nächsten Sommer „Augsburger Bären“ daraus. Ein wohl selten gewordener Schmetterling… Nun halten wir Ausschau nach weiteren Raupen… auch an den Brenneseln und an der Haselnuss… Drückt uns bitte die Daumen!

Insektenwiese

Vor einigen Jahren hat mein Mann unsere erste kleine Insektenwiese angelegt, dann haben wir sie vergrößert und nun seht:

Dank ausreichend Regen in diesem Jahr ist sie prächtig geworden und wird rege besucht.

Es lenzt!

Das Igelhäuschen wurde leider von den Igeln im Winter verschmäht, aber dafür haben wir auch in diesem Jahr Molche in unserem Miniteich entdeckt:

Das ist ein Weibchen. Ist es nicht wunderschön?

Insgesamt haben wir fünf Tiere gezählt. Vielleicht haben sich aber noch mehr im noch trüben Wasser versteckt. Außerdem haben sich auch ein paar Libellenlarven im Teich gezeigt. Genial!