Sommerfest

Nach dem Schnuppertraining beim Bogenschießen im April ist mein Mann dem Verein beigetreten und trainiert regelmäßig.

Heute hat sein Verein ein Sommerfest bei einem herrlichen Regenwetter veranstaltet. Leider kamen wir zu spät, was meine Schuld war, aber die Atmosphäre war toll und das Essen total lecker. Mein Mann hat für das Fest auch einen Kuchen gebacken, der gut ankam.

Verloren

Jetzt brauche ich erstmal Ruhe, um wieder runterzukommen. Was passiert ist? Nichts schlechtes. Oder doch?

Am Freitag habe ich unsere Wäschereikarte verloren, da waren Coupons für noch ca. 70 Herrenhemden. Wie konnte mir das nur passiern? Ich ärgere mich so sehr über mich.

Dafür habe ich am selben Tag im öffentlichen Bücherschrank ein „Meine Künstler Freunde Buch“ (so eine Art Meine-Freunde-Buch) gefunden. Da im Buch Fotos von Kindern waren, habe ich es sofort „aus dem Verkehr“ gezogen. Zuhause habe ich nachgeschaut, dass ich mich nicht geirrt habe, es waren tatsächlich von Kindern ausgefüllte Seiten und… Der Hammer war, das Buch war ganz aktuell. Das Kind, dem es gehört, hat erst in diesem Jahr das Buch angefangen. Und der aktuellste Eintrag von seinem Freund war – haltet euch fest – von diesem Montag! Ab da war ich mir sicher, dass das Buch nicht absichtlich im öffentlichen Bücherschrank gelandet ist, ich ging von einem Versehen aus.

Am frühen Abend hatte ich die Mutter des Buchbesitzers angerufen, die Telefonnummer war zum Glück angegeben, und ihr erklärt, wie ich zu ihrer Nummer gekommen bin und, dass ich das für ein Versehen halte, dass das Buch im öffentlichen Bücherschrank gelandet ist. Sie war froh und erleichtert, dass ich mich gemeldet hatte. Sie hatte nicht glauben können, dass das Buch so schnell oder überhaupt wieder auftauchen würde. Der Mutter von dem Kind, das am Montag das Buch ausgefüllt hatte, wurde am Vortag eine Tasche geklaut, in der sich unter anderem auch das Buch befand. Stellt euch vor!

Gerade wurde das Buch abgeholt, die Mutter des Buchbesitzers war erleichtert und hat mir als ein Dankeschön Blumen mitgebracht. Ihre Erleichterung kann ich absolut nachvollziehen, weil in dem Buch aktuelle Fotos der Kinder, ihre Interessen und deren Wohnadressen standen.

Im kurzen Gespräch hat sich heraus gestellt, dass morgen für den Buchbesitzer und mich wieder die Schule losgeht, dabei bräuchten wir nach diesem aufregenden Wochenende eigentlich eine kleine Ferienverlängerung ;-)

Endlich ein Fastregen

Stellt euch nur vor! An diesem letzten Augusttag geschah das, worauf wir schon nicht mehr gehofft haben. Es hat am frühen Morgen ein bisschen geregnet.

Gegen Mittag habe ich im Regenmesser nachgeschaut. Nur 2 Liter pro Quadratmeter. Somit haben wir im August lächerliche 5 Liter Regenwasser pro Quadratmeter abbekommen: 2 Liter am 5.08., 1 Liter am 19.08. und 2 Liter heute.

Im Juli waren es übrigens 18 Liter. Und jetzt warten wir mal ab, was uns September bescheren wird.

Einmachetiketten

Nach der Grapefruit-Bananen-Konfitüre war mir danach noch Zucchinipüree und weitere ungewöhnliche Konfitüren zu kochen. Zum Thema „ungewöhnliche Konfitüre“ findet man so allerlei im Netz. Ich habe Wassermelonenkonfitüre und Zwetschgen-Schoko-Konfitüre gemacht. Beide sind ordentlich süß!

Das Zucchinipüree mache ich immer eher nach Gefühl als nach einem Rezept. Es soll einfach wie früher schmecken. In diesem Jahr habe ich dafür einmal die dunkel grünen Zucchini und einmal die ganz hellen Zucchini genommen.

Schon letztes Jahr hatte ich ich keine Lust mehr die Einmachetiketten von den Einmachgläsern abzukratzen. Mit dem Feuerzeugbenzin geht das zwar wirklich leicht, aber auch das wurde mir zu viel. Also habe ich kleine Etiketten aus dem Bastelkarton geschnitten und gelocht. Diese befestige ich mit einem festen Faden an den Gläschen. Man könnte den Faden einfach durch das Loch stecken, aber ich

  • nehme einen Faden, der so lang ist, dass er zweimal um das Glas gewickelt werden kann
  • nehme beide Enden des Fadens zusammen und stecke diese von vorn durch das Loch des Etiketts
  • stecke die beiden Fadenenden von hinten durch die entstandene Schlaufe und ziehe an den Fadenenden bis die Schlaufe eng am Karton anliegt.

Das funktioniert auch mit den bunten Gummiringen, aber die fand ich nicht sehr gut. Einige waren zerbröselt und so lagen dann die Etiketten einfach lose zwischen den Gläsern.

Ich überlege noch Kürbispüree oder mindestens Birnenkonfitüre zu machen, mal schauen wie es mit der Zeit im September aussehen wird.

nachgedacht: relativ teuer

Meine Kollegin hat heute erzählt, dass sie sich nach dem Umzug in eine andere (kleinere) Stadt sehr geärgert hat, dass hier die Bibliotheksgebühr nun 20 Euro statt 15 Euro war. Das hat mich echt ins Grübeln gebracht.

Wie relativ es doch ist! Die 20 Euro jährlich für die Bibogebühr empfinden einige für teuer. Die 96 Euro jährlich für Netflix finden auch einige teuer, aber aufgeteilt auf ca. 8 Euro monatlich dann doch gar nicht so sehr. Wie kompliziert doch das menschliche Gehirn funktioniert! Ich komme aus dem Grübeln nicht mehr raus.

Als wir vor dreizehn Jahren nach Hessen gezogen sind (nicht zu glauben, dass das schon dreizehn Jahre her ist!!!), war die Familiengebühr der Bibo (Bibliothek) ebenfalls 15 Euro. Für uns, also für zwei Erwachsene, für ein ganzes Jahr. Als letztes Jahr diese Gebühr auf 20 Euro erhöht wurde, hatte ich das Gefühl, das sei längs fällig, so wie alles überall teurer geworden ist. Aber für eine Alleinerziehende sieht es eben ganz anders aus.

Was habe ich im vergangenen Jahr gelesen/gehört? 37 Hörbücher aus der Onleihe, ein selbst gekauftes Buch über Japan, fünf aus dem öffentlichen Bücherschrank geliehene Bücher. Die Bücher aus dem Bücherschrank waren aus den Jahren 1966, 1973, 1991, 2009 und 2014. Die Filme, die wir in der Bibo ausgeliehen hatten, habe ich leider nicht gezählt.

Insgesamt hat mich mein Bücherkonsum im letzten Jahr etwa 40 Euro gekostet. 20 Euro die Bibogebühr (oder soll ich das durch zwei teilen, weil mein Mann von dieser auch profitiert?) und 20 Euro das Japan-Buch. Von der Neugier getrieben habe ich auch recherchiert, was es mich gekostet hätte, wenn ich die gehörten Hörbücher alle selbst gekauft hätte. Knapp 500 Euro, wenn ich kein Abo abschließen und keinem Club beitreten würde. Wow! Das ist eine Hausnummer! Das war mir nicht bewusst!

Die Größe der Bibliothek ist dabei nicht immer wichtig. In dem kleinen Städtchen, in dem meine Eltern und 5142 weitere Einwohner leben, gibt es auch eine Bibliothek. Die ist echt klitzeklein! Aber auch dort gibt es topaktuelle Bücher und sie gehört außerdem zum Verband „Onleihe Sächsischer Raum„, sodass die Leser einen Zugang zu einem viel breiteren Angebot an Medien (Bücher, Hörbücher, CDs, Spiele, Zeitschriften, Filme) haben, als in die Räumlichkeiten der Bibo je passen könnten. Die Bibogebühr beträgt auch wie bei uns 20 Euro.

So gesehen, könnte es ein Spartipp sein: Kündige deine Netflix, Spotify, Audible und Co. und werde zum Dauergast in der Bibliothek in deiner Nähe.