es war einmal… 2.0

7 Wochen ohne Fernsehen zu Ende

by chaoslady

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Ja, so sah es am Karsamstag bei uns aus, denn die zweite Halbzeit meiner TV-freien Zeit gingen langsam zu Ende:

Tag 31: Es mag am Stress liegen, aber das Fernsehen fehlt mir weiterhin nicht. Nach dem Überstehen der ersten drei Wochen haben sich meine Gewohnheiten etwas gewandelt. Fürs Mittagessen lasse ich mir kaum noch Zeit, nebenbei lese ich entweder Zeitung oder in einem Buch. Beim Bügeln komme ich auch gut voran, wenn ich ein Hörbuch höre, aber danach bin ich wie ein Zombie, weil ich nach dem Hörbuch nicht so leicht auf andere geistige Tätigkeiten umschalten kann, wie nach dem Fernsehen. Gestrickt habe ich immer noch nicht weiter, aber heute kam die Wolle für ein Häkelwettbewerb und mir kribbelt es schon in den Fingern.

Tag 35: Mein Fernsehfasten forderte sein erstes Opfer: mein Kakibäumchen! Heute früh habe ich mit Schrecken festgestellt, dass es mit hängenden Blättern auf dem Fensterbrett seht. Ich hatte mich noch krampfhaft versucht, zu erinnern, wann ich die Blumen im Wohnzimmer das letzte Mal gegossen habe, wann ich das letzte Mal im Wohnzimmer war. Ich weiß es einfach nicht mehr. Mein Mann meinte tröstend: Wenigstens haben wir Beweisfotos, dass das Bäumchen da war… Ich ärgere mich über mich selbst.

Tag 40: Diese Woche war anstrengend und ich war kurz davor, mich vor den Fernseher zu setzen. Ich wollte mir einen ganz traurigen Film ansehen, der mich sicher zum Heulen gebracht hätte, dann wäre der Ärger und die Wut, die ich mit mir trage, wie weggespült und ich würde emotional von vorne anfangen. Wenn schon einen Heulanfall kriegen, dann zuhause, ohne Zeugen. Das ist allemal besser, als dass es – ausgelöst durch eine Kleinigkeit – in aller Öffentlichkeit zu einem Ausbruch kommt. Aber zum Glück kann ich nächste Woche zuhause arbeiten, vielleicht verraucht mein Ärger auch so.

Tag 43: Heute habe ich zuhause gearbeitet. Zehn Stunden allein in vier Wänden. Da fehlte mir der Fernseher wieder. Mein Mann meint, da ich schon so lange durchgehalten habe, kann ich ja das Fasten auch früher abbrechen, nun weiß ich ja, dass ich das durchhalten kann. Aber ich habe das Gefühl, dass es mir nicht reicht, die Ziellinie zu sehen, ich würde sie gerne auch erreichen. Also halte ich durch und schufte… neben der Arbeit habe ich heute auch ganz viel im Haushalt erledigt, um mich eben abzulenken.

Tag 47: Einerseits habe ich mich mit der neuen Situation (eine ganze Woche nur zuhause zu arbeiten) schnell arrangiert, andererseits war diese Arbeitswoche ja auch sehr kurz und heute ist auch mein Mann zuhause (FREUDE!!!). Das Fernsehen hat mir diese Woche dennoch sehr gefehlt. Also habe ich mehrmals nachgeschaut, wann denn genau die Fastenzeit endet, uns habe bei dieser Recherche entsetzt festgestellt, dass die Sonntage eigentlich fastenfreie Tage sind. Statt mich mit Stolz zu erfüllen, dass ich mehr durchgehalten habe, als ich musste, hat mich diese Erkenntnis eher enttäuscht.

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Unter dem Strich bin ich über diesen Selbstversuch sehr froh. Mir wurde klar, dass ich durchhalten kann, wenn ich will. Ich sollte es also mal mit Sport versuchen. Dass das Leben ohne Fernsehen auch geht, habe ich schon geahnt, und die Kommentare zu der ersten TV-Fasten-Halbzeit haben diese Ahnung nur bekräftigt. Ich fand das sehr ermutigend, dass es doch viele Menschen gibt, die ihr Leben nicht nach dem Fernsehprogramm ausrichten. Jetzt steht auch fest, dass ich nicht fernsehsüchtig bin, aber auch dass ich nie das Fernsehen aufgeben werde. Beides wären Extreme in meinem Leben, die ganz weit von der goldenen Mitte entfernt sind. Am Ostersonntag habe ich ganz lang vor dem laufenden Fernseher gehäkelt und ein Geschwisterchen für das gestreifte Osterhäschen gewerkelt. Das Kakibäumchen hat sich auch wieder erholt und bekommt ganz neue kleine Blätter.

Häkelwettbewerb von Talu

by chaoslady

Vor einigen Wochen habe ich bei Gusta (facile et beau) gelesen, dass sie sich für einen Häkelwettbewerb „Frühlingserwachen“ angemeldet hat. Ein Häkelwettbewerb klang toll und mir kribbelte es in den Fingern. Ich habe im Kopf die Zeit und alle meine für die Arbeit zu erledigenden Aufgaben überschlagen. Es würde knapp werden, aber ich könnte es schaffen. Also habe ich mich auch angemeldet.

Eine Woche später kam das Paket. Meine Aufregung war groß. Welche Farben sind wohl drin? Und was wenn das Garn rosa ist? Rosa kann ich ja nicht so gut… Ungeduldig öffnete ich das Paket. Tadaaa!

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Es waren je ein Knäuel vom hellblauen und vanillefarbenen Garn Elastico von Lana Grossa und eine riesige Auswahl an Knöpfen.

Da Ostern vor der Tür steht, habe ich nicht sehr lange überlegen müssen, was ich gerne häkeln möchte. Was wird das wohl sein? Unter meinen Garnresten fanden sich auch schnell kleine Knäuele in passenden dunkleren Farben. Die Anleitung kam aus der selben Zeitschrift, wie ein rosa Einhorn ohne Horn und ein graues Schäfchen, die ich im Winter gewerkelt hatte.

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Wie bereits bei den anderen Tierchen habe ich mich nicht ganz an die Anleitung gehalten: die Streifen sind aus dem „Gesicht“ des Hasen verbannt, die Augen und die Nase sind drauf gestickt (statt gehäkelt) und die Nase hat einen hellen Kreis als Untergrund bekommen.

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Bei der Fotosession im Garten hat uns die Sonne im Stich gelassen, aber dem Garten selbst würde ein bisschen Regen total gut tun.

Wie mein Häschen wohl bei den anderen ankommen wird? Was denkt ihr?

Das kann ich mir nicht vorstellen…

by chaoslady

… hören wir oft als Reaktion darauf, dass wir kein Auto haben. Nach und nach entwickelte sich eine Idee, es einfach zu erzählen, wie unser Leben ohne ein eigenes Auto funktioniert.

Studium

Während des Studiums in Leipzig war alles in der Stadt mit Bus, Straßenbahn oder – für meinen Mann – mit dem Fahrrad leicht erreichbar. Zu unseren Eltern sind wir, so weit es ging, mit dem Zug gefahren und dann mit dem Bus weiter oder wir wurden von ihnen vom nächsten Bahnhof abgeholt. Sie übernahmen für uns auch ab und zu Transporte von sperrigen Sachen. Wir erinnern uns sehr gern daran, dass, als unser Fernseher damals den Geist aufgab und wir einen uralten anderen kostenlos übers schwarze Brett bekamen, wir ihn mit dem Linienbus transportiert haben. Und ein anderes Mal bekam mein Mann von einer Freundin große Lautsprecher und Verstärker geschenkt, die hat er mit einem Taxi nach Hause gebracht.

Umzug nach Hessen

Als wir in Hessen eine Wohnung gesucht haben, hat meine Schwiegermutter uns ihr Auto geliehen. Für den Umzug selbst haben wir einen Transporter gemietet. Viele machen das so. Den Rest des Beitrags lesen »

DIY: Insektenhotel

by chaoslady

Bis jetzt hatten wir nur ein Ohrwurmhotel: ein umgedrehter mit Stroh gefüllter Terrakottatopf. Aber seien wir mal ehrlich, so ein richtiges Insektenhotel für alle war das ja nicht. Meine Schwiegereltern haben so eine Art Plaza-Insektenhotel und etliche Insektenpensionen, wo sich viele Insekten pudelwohl fühlen. Das begeistert natürlich und steckt auch an. Also haben wir selbst ein Insektenhotel gebaut. Die Idee für diese Variante haben wir aus unserem Gartenkalender.

Dafür haben wir ein dickes Holzstück diagonal durchgesägt und beide Hälften nacheinander und etwas versetzt auf ein langes Pressholzstück geschraubt. Aus zwei anderen Pressholzstücken (von gleicher Breite wie das erste Pressholzstück) haben wir Dächer für die Schrägen gemacht. Erst dann wurden die Löcher in die Holzdreiecke (eigentlich sind das gerade Prismen mit einem Dreieck als Grundfläche, aber wer nimmt es schon so genau) gebohrt.

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Damit die Vögel dieses Insektenhotel nicht als ihre Kantine ansehen, haben wir auch noch Hasendraht auf der Vorderseite angebracht. Dafür war es gut, dass die Dachstücke breiter als die Holzdreiecke waren und vorn etwas weiter abstanden.

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In die Räume unten werden wir noch Bambusstäbchen hineinstecken, dann kommt dieses Prachtstück von einem Insektenhotel in unseren Garten.


Nachtrag:

Gestern haben wir unser Insektenhotel an unserer Tanne angebracht. Keine Panik! Der Baum wurde dabei nicht verletzt.

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Und weil für dieses Insektenhotel ein Reststück von einem Dachbalken, Bambusstäbe aus Vorjahren, Gartenbank-Farb-Reste und sogar ein altes Wahlplakat verwendet werden konnten, verlinke ich das bei Upcycling-Linkparty (April) von Gusta.

7 Wochen ohne TV – Halbzeit

by chaoslady

Seit 24 Tagen habe ich nicht mehr ferngeschaut. Meine Erfahrungen habe ich alle paar Tage aufgeschrieben. Da die Hälfte meiner mir selbst auferlegten Fastenzeit rum ist, möchte ich euch von der ersten Halbzeit erzählen:

Fernseher-mit-Dia-Diagrammeditor-erstellt

Tag 3: Ich bin erstaunt, dass es mir doch nicht so schwer fällt, aufs Fernsehen zu verzichten. Entzugserscheinungen? Fehlanzeige!

Tag 7: Eigentlich schlafe ich immer traumlos bzw. ich habe nie das Gefühl in der Nacht etwas geträumt zu haben. Nun hat sich das geändert. Ich träume viel, bunte und abenteuerliche Sachen. Heute habe ich von einer Schulfreundin geträumt, die ich seit etwa zwanzig Jahren nicht gesehen habe.

Tag 10: Ich bin so stolz auf mich, dass ich das so lange durchgehalten habe. Am schwersten ist die erste Stunde zuhause nach der Arbeit. Am liebsten würde ich mich ja aufs Sofa setzen, kurz abschalten und mich ausruhen, während ich mir irgendeine Reportage oder Aufnahme anschaue (eigentlich höre ich ja mehr hin als dass ich schaue).

Tag 13: Da ich das Wohnzimmer zur Zeit nur betrete, um Blumen zu gießen, habe ich schon seit dreizehn Tagen meine Stricknadeln nicht angefasst. Meine Vorstellung, ohne Fernseher mehr Zeit für mich zu haben, ist wie eine Seifenblase geplatzt. Ich tue jetzt viel mehr für die Arbeit und komme selbst zu kurz. Irgendwie frustrierend. Das muss sich ändern.

Tag 17: Die letzten drei Tage brauchte ich den Fernseher mehr denn je, um den Kopf frei zu bekommen. Aber nichts da. Ein Spaziergang zum Bücherkasten und ein Gang in den Baumarkt haben das auch geschafft, mich auf andere Gedanke zu bringen. Aber heute plagen mich Zahnschmerzen und fürs im Selbstmitleid Suhlen auf dem Sofa vor dem Fernseher finde ich keinen richtigen Ersatz, also schiebe ich den Selbstmitleid zur Seite und arbeite, zur Ablenkung.

Tag 20: Heute ist es ganz schwer. Am Vormittag haben wir bei der Aktion des Verkehrs- und Verschönerungsvereins „Sauberhaftes Langen“ teilgenommen, anschließend haben wir im Baumarkt Rindenmulch, Dünger und Pflanzenerde mit unserem Fahrradanhänger geholt. Wieder zuhause wurden noch Blaubeermuffins gebacken und jetzt habe ich so richtig Lust fernzuschauen. Der TV-Browser zeigt an, dass in Kürze eine Backsendung beginnt… Bleibe ich stark? Klar. Auch wenn das schwerer als sonst ist.

Tag 22: Vielleicht bin ich einfach über den Berg und hänge gar nicht mehr am Fernsehen, aber heute hat mir das kein einziges Mal gefehlt. Es war viel zu tun, ich habe nebenbei ein Hörbuch gehört und mir ging’s gut dabei.

Tag 24: Okay, das Hörbuch geht mir ab und zu auch schon auf die Nerven, aber nur wenn ich beim Zuhören meinen eigenen Gedanken nicht nachgehen kann. Heute bin ich sehr viel meinen eigenen Gedanken nachgegangen und habe kein Radio und kein Hörbuch gehört. Es fühlt sich komisch und zugleich befreiend an, nicht zu wissen, was in der Welt passiert ist. Irgendwie ist meine Welt heute auf mein Zuhause und meine Arbeit zusammengeschrumpft und ich bin mit noch mehr Herz bei allem dabei… Das Fernsehen fehlt mir in der Woche überhaupt nicht.

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