es war einmal… 2.0

Main Matsuri – 2019

by chaoslady

Auf der Nippon Connection im Mai haben wir mitbekommen, dass im August ein großes Japan Festival in Frankfurt am Main geplant ist. Kurzerhand habe ich mir den Termin im Kalender notiert und heute waren wir da.

Es gab viele Stände mit japanischen Köstlichkeiten und wir haben Udon und Dorayaki genascht. Es gab noch mehr Stände, an denen man sich mit Kleidung oder Kleinigkeiten aus Japan eindecken konnte. Auch hier haben wir zugeschlagen, bei den wohlklingenden Windspielen, die den Transport aus Japan in unserem Koffer nie überlebt hätten.

Aber mein eigentliches Ziel war die Kimono-Schau auf der Aktionsbühne. Zuerst haben Frauen in wunderschönen Kimonos anmutig traditionelle Tänze mit Fächer vorgeführt und anschließend wurden die einzelnen Kimonos und die Obis präsentiert. Ich hoffe, die Frauen waren nicht zu aufgeregt und konnten, die Bewunderung der Zuschauer auskosten. Ich war einfach entzückt.

Folgen der Trockenheit

by chaoslady

Die letzten drei Jahre hat es in unserem Städtchen nur sehr wenig geregnet, aber es ist nicht so weit gekommen, dass überhaupt kein Trinkwasser mehr da war und die Feuerwehr die Wasserversorgung übernehmen musste, wie es vor einem Jahr in einigen Gemeinden in der Nähe von Frankfurt(Main) gekommen ist.

Damals habe ich mich furchtbar über Menschen geärgert, die im Fernsehen über die Wasserknappheit in ihrer Region geklagt habe, während sie in ihrem Garten auf der sattgrünen Rasenfläche interviewt wurden. Unser Rasen war wegen dem dritten in Folge trockenen Sommer praktisch nicht mehr existent. Bei den Nachbarn sah es nicht anders aus. Und alle wussten, dass es noch schlimmer kommen kann.

Wegen der Trockenheit hat sich unser Garten in letzten Jahren stark gewandelt. Als erster hat ein relativ junger Haselnussstrauch den Geist aufgegeben. Danach war ein vierzig Jahre alter Wacholder draufgegangen. Im selben Jahr ging es den anderen Kleingärtnern wie uns. Beim Spazieren in der Stadt sahen wir, dass auch andere Gärtner ihre Wachholder verloren hatten. Dann gingen beide Zierkirschen hopps, die junge und die alte.

In Winter 2018/2019 waren es Eiben und Thujen, die  vermehrt in unserer Stadt eingegangen sind. Auf dem Weg zur Arbeit sehe ich, dass die Vielzahl von Kiefern auch vertrocknet ist. Was die Laubbäume angeht, so sind es meist die Birken, die den Kampf verloren haben, aber auch nicht nur sie.

Zur Zeit erlebt die Fichte in unserem Garten ihre letzten Tage. Unseren Vermietern fällt es sehr schwer einzusehen, dass der Baum nicht mehr wird. Diese Fichte ist wahrscheinlich die letzte Pflanze in unserem Garten, die noch von ihren Eltern gepflanzt wurde. Das ist sehr emotional für sie.

Was bleibt denn noch in unserem Garten, was auch bei unserem Einzug vor zehn Jahren da war? Der Bauernjasmin, der Haselstrauch mit roten Blättern, ein Spindelstrauch und… der verflixte Kirschlorbeer. Wie oft ich schon Ärger mit den Vermietern hatte, weil ich ihn zu stark runter geschnitten habe, und er kommt doch jedes Mal wieder. Unkraut vergeht halt nicht.

Auf diesem Baum, den wir im Mai bei einer Wanderung im Odenwald fotografiert haben, war ein einziger kleiner Zweig grün:

Meine Kollegen würden das als Zeichen deuten, dass der Baum im nächsten Jahr wieder ergrünen wird. Grün ist die Hoffnung. Ich teile ihre Meinung nicht, dieser Baum ist vergangen. Aber ich hege und pflege in meinem Garten eine junge Hasel, die aus einer vom Eichhörnchen vergessenen Nuss gewachsen ist und mit jedem Jahr immer größer wird. Mein Mann hat aus drei kleinen roten Weißdornbeeren kleine Pflänzchen gezogen, wir schauen ihnen mit Geduld beim Großwerden zu. Wir setzen unsere Hoffnungen in sie…

Curd, so oder so…

by chaoslady

Lemon Curd. Wer kennt ihn nicht? Ab und zu mache ich ihn auch selbst. Ab und zu mit zufriedenstellenden Ergebnissen.

Vor ein paar Jahren habe ich die Zitronen durch eine Grapefruit ersetzt, das Ergebnis hat mich umgehauen. Diese herb-süß-sauere Creme war der Hammer. Leider hat sich dieses Erfolgserlebnis nie wieder wiederholt. Die Angaben eine Grapefruit und vier Eier sind ja auch solch nicht reproduzierbaren Mengen. Mal hast du eine große Grapefruit und große Eier, mal… nicht.

Nun bin einen Schritt weiter gegangen. Heute ist meinen ersten Erdbeer-Rhabarber-Curd entstanden. Er schmeckt süß-sauer und duftet himmlisch. Die Farbe ist wie für ein Prinzessinenmärchen mit Happyend gemixt. Die Kamera kann das gar nicht richtig wiedergeben, also müsst ihr mir das glauben.

Nippon Connection

by chaoslady

Im vergangenen Jahr waren mein Mann und ich in Düsseldorf zum Japantag gefahren. In diesem Jahr sind wir nicht so weit gereist, um etwas japanische Kultur zu schnuppern. Nur nach Frankfurt am Main.

Am Dienstag hat hier das 19. Japanische Filmfestival Nippon Connection angefangen. Heute waren wir in dem Vortrag „Umami und dashi –
Das Geheimnis der authentischen japanischen Küche“. Generalkonsulin Setsuko Kawahara und ihre Köchin Kyoko Gonda haben versucht, den Zuhörern die alltägliche japanische Küche näher zu bringen.

Uns war es schon vorher klar, dass Sushi in Japan nicht drei Mal am Tag gegessen wird. Heute haben wir einen kleinen Einblick bekommen, was und wie in Japan nicht in Restaurants sondern zuhause zubereitet wird, z.B. eingelegter Spinat, gebratener Lachs und eine würzige Fleischsauce.

Nach dem Vortrag konnte man noch Fragen stellen. Diese waren auch interessant, wie auch die Antworten darauf. Nach dem Vortrag haben wir uns noch mehr japanisches Essen schmecken lassen. Lecker!

Alpaka-Wanderung

by chaoslady

Letztes Wochenende waren mein Mann und ich mit Alpakas in der Rhön wandern. Diese Wanderung war ein Geschenk von meinem Mann. Das Wetter war perfekt. Die Alpaka-Führer kompetent und engagiert. Die Wandergruppe total nett. Mein Mann und ich wurden auf dieser Wanderung von Lenny begleitet. Darf ich vorstellen? Lenny:

Etwa drei Wochen zuvor wurde die ganze Herde geschoren, also bitte nicht wundern, dass Lenny nicht wie ein Wollknäul aussieht.

Da die Alpakas sehr gern grasten, ging es zuerst nicht sehr schnell voran. In drei Stunden haben wir sechs Kilometer zurückgelegt, aber das war eigentlich perfekt… Während die Tiere grasten, haben sich die Wanderer immer näher an sie herangetraut, sich gemerkt, was das Tier mag oder wovor es wegscheut. Die Alpaka-Führer konnten nochmal Hinweise zu der Hierarchie in der Herde und zu den Gewohnheiten und Besonderheiten der einzelnen Tiere geben. Das Verhältnis zwischen den Wanderern und den Tieren wurde dadurch mit der Zeit immer besser.

Ich habe mich mit Lenny super verstanden. Ich habe mit ihm geredet, was mein Mann ziemlich ulkig fand. Am Ende der Wanderung durften mein Mann und ich Lenny sogar den zerdrückten Hafer aus der Hand füttern. Genial! So eine flauschige Wanderung ist einfach genial!

Nachtrag vom 09.05.2019: Ich habe einen Artikel über Lenny und seine Herde im Netz gefunden (hier). Ist doch verrückt, dass ich „mein“ Tier von dem anderen rotbraunen Wollknäul unterscheiden kann, oder?

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