es war einmal… 2.0

Tag: Kleinstadtleben

„Kleinststadt“leben

by chaoslady

Diese Woche haben mein Mann und ich meine Eltern in einer ganz kleinen Stadt in Sachsen besucht.

In ihrem Städtchen leben nur etwa fünf Tausend Leute. Ganz viele Plattenbauten stehen leer. Auch in dem Haus, in dem meine Eltern vorher fast zehn Jahre gelebt haben, sind nur noch vier Wohnungen bewohnt, obwohl in jedem von sechs Eingängen je achtzehn Wohnungen sind.
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Die Straßenbeleuchtung hier ist spärlich. Das hat meinem Mann und mir eine tolle Sternenbeobachtung ermöglicht, so einen Sternenhimmel haben wir bei uns in der Flughafennähe nicht… nie gesehen. Sogar als mal im Sommer in unserem Wohngebiet Straßenbeleuchtung ausgefallen war… auch dann nicht. Hier konnten wir die Milchstraße wunderbar erkennen. Genial.

Die meisten Autofahrer scheinen hier tiefenentspannt zu sein. Eine Bekannte hat uns aus dem Auto gesehen und angehalten, wir haben uns kurz mit ihr unterhalten, andere Autofahrer haben dahinter ruhig gewartet und dann gelassen das stehende Auto umfahren. Kein Hupen. Keine entnervte Gesten. Total ungewohnt für mich.

Einerseits ist hier wirklich nichts los, andererseits – Entschleunigung pur.

Tassen-Kommunismus

by chaoslady

Niemand hat gesagt, dass es leicht ist, miteinander auszukommen. Bei uns auf Arbeit gibt es Kollegen, die ihre Tassen nie abwaschen. Nur dass das nicht ihre Tassen sind, sondern solche die von allen Kollegen gleichermaßen benutzt werden. Das ist Tassenkommnunismus eben.

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Aber die Hauptsache ist es doch, dass man es nicht aufgibt, miteinander zu reden, um Probleme aus der Welt zu schaffen. Auch wenn so ein Tassenkommunismus seine Schwächen hat, ist es mir doch lieber als, wenn jeder bei uns auf Arbeit seine persönliche Tasse hätte. Der Einstellung „mein Haus, meine Yacht, meine Tasse“ stehe ich nämlich meist kritisch gegenüber, wenn ich sie auf die Goldwaage lege, Für und Wider aufliste, sieht es nicht gut für sie aus… Nur wenn es mir nicht gut geht, brauche ich „meine“ Ecke, um mich zurückziehen zu können…

Giftpflanzen

by chaoslady

Auf dem Nachtflohmarkt letzte Woche konnte ich einer Lithographie nicht widerstehen. „Giftpflanzen“.

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Ich bin so leicht für die Pflanzen der Nachtschattenfamilie zu begeistern, auch wenn viele von denen giftig sind, und hier war eine wunderbare Abbildung des Bilsenkrauts.

Seit meiner Kindheit sah ich kein Bilsenkraut mehr, dann entdeckte ich zufällig eins im vergangenen Sommer mitten in unserer Stadt und jetzt diese wunderbare Zeichnung. Die Pflanze in der Stadt habe ich gleich mit der Kamera festgehalten.

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Natürlich war diese Pflanze nach einigen Wochen nicht mehr da. Ist ja eine Giftpflanze. Ich hoffe aber, dass sie genug Zeit hatte, um für Nachwuchs zu sorgen.

Oft höre ich: „Ich mag zwar Fingerhut so gern, aber, da wir Enkel haben, pflanze ich ihn nicht in unserem Garten.“ Es muss nicht unbedingt der Fingerhut sein, manchmal sind es Maiglöckchen oder die Eibe. Dabei wundert es mich sehr, dass ich das Bilsenkraut aus meiner Kindheit kenne.

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Meine Mutter hat die Giftpflanzen nicht aus unserem Garten ferngehalten. Wenn sie da waren, waren sie da. Meine Mutter hat mir den respektvollen und sicheren Umgang mit Pflanzen beigebracht, sie zu erkennen, giftige von ungiftigen zu unterscheiden und sie alle zu schätzen.

Meine Freunde und Verwandte bekommen schnell eine Schnappatmung, wenn ich diverse am Wegesrand wachsende Beeren nasche, die sie nicht kennen. Aber ich bin auf keinen Fall leichtsinnig, sondern vertraue auf mein Wissen über diese Pflanzen.

Natürlich sollte man so etwas nicht machen, wenn man sich nicht mit den Pflanzen auskennt, aber man sollte den (Enkel)Kindern auch nicht die Hummeln vorenthalten, die ganz tief in die Fingerhutbtüten eintauchen, um darin zu naschen. Das ist ein bezauberndes Schauspiel!

 

Süße Vorräte

by chaoslady

Etwa alle fünf Jahre packt mich so richtig Lust Konfitüre selbst zu kochen. „So richtig“ heißt mindestens 8 – 10 Sorten je 4 – 6 Gläschen. In diesem Sommer ist es wieder so weit. Bis jetzt sind folgende Sorten in den Keller gewandert: Nektarine, Banane, Kirsch-Banane, Tellerpfirsich-Vanille und Aprikose-Mango mit einem Schuss Karottensaft für die Farbe.

Unser Garten wirft nur so viele Beeren ab, dass es gut zum Naschen reicht, für Konfitüre nehme ich gekaufte Früchte. Was verarbeitet wird, entscheiden mein innerer Brauch-Ich-Hamster und mein Umweltbewusstsein in einer heftigen Diskussion, die oft mit einem faulen Kompromiss endet.

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Im Uhrzeigersinn: Banane, Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere, Aprikose-Mango

Aber in den letzten Tagen haben wir unsere Eltern besucht und bei meinen Schwiegereltern im Garten rote Johannisbeeren und Stachelbeeren gepflückt. Zusammen mit den Beeren, die meine Schwiegermama vor einiger Zeit gepflückt und eingefroren hat, sind zwei Sorten Konfitüre entstanden: Johannisbeere-Stachelbeere und Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere.

Später geplant sind noch Marmeladen aus Apfel, Birne und Kürbis in verschiedenen Kombinationen.

Dieser Vorrat reicht nicht wirklich für ganze fünf Jahre. Einige Gläschen werden von uns verschenkt. Einige Gläschen bekommen wir geschenkt. Im Winter koche ich ab und zu Konfitüre aus TK-Himbeeren. Wenn ein Jahr reich an schwarzem Nachtschatten ist, dann verarbeite ich diesen. Vor einiger Zeit habe ich auch Rote-Bete-Konfitüre gemacht, weil ich das Rezept in der Weihnachtszeitschrift so cool fand. So wird unser Vorrat ab und zu mit Gelegenheitskonfitüren aufgefüllt.

Macht ihr eure Konfitüre selbst? Gelee, pürriert (wie wir das machen) oder mit Fruchtstückchen?

Das kann ich mir nicht vorstellen…

by chaoslady

… hören wir oft als Reaktion darauf, dass wir kein Auto haben. Nach und nach entwickelte sich eine Idee, es einfach zu erzählen, wie unser Leben ohne ein eigenes Auto funktioniert.

Studium

Während des Studiums in Leipzig war alles in der Stadt mit Bus, Straßenbahn oder – für meinen Mann – mit dem Fahrrad leicht erreichbar. Zu unseren Eltern sind wir, so weit es ging, mit dem Zug gefahren und dann mit dem Bus weiter oder wir wurden von ihnen vom nächsten Bahnhof abgeholt. Sie übernahmen für uns auch ab und zu Transporte von sperrigen Sachen. Wir erinnern uns sehr gern daran, dass, als unser Fernseher damals den Geist aufgab und wir einen uralten anderen kostenlos übers schwarze Brett bekamen, wir ihn mit dem Linienbus transportiert haben. Und ein anderes Mal bekam mein Mann von einer Freundin große Lautsprecher und Verstärker geschenkt, die hat er mit einem Taxi nach Hause gebracht.

Umzug nach Hessen

Als wir in Hessen eine Wohnung gesucht haben, hat meine Schwiegermutter uns ihr Auto geliehen. Für den Umzug selbst haben wir einen Transporter gemietet. Viele machen das so. Den Rest des Beitrags lesen »

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