Nicht Flauschiges

In unserem Garten ist nicht nur Flauschiges unterwegs.

Dieses kleine Insekt habe ich auf einem Sonnenblumenblatt fotografiert. Aber was ist es? Eine Art Zartschrecke? Oder die Larve von einer Zartschrecke? Schrecken sind nicht mein Fachgebiet, aber süß finde ich diese schon:

Im Teich sind Mini-Molchis unterwegs. Die kleinsten sind noch fast durchsichtig. Die größeren werden langsam dunkler und bekommen das typische Muster auf dem Rücken. Sie alle fressen die Mückenlarven:

Nicht alle Libellenlarven wurden von den Teichmolchis gefressen:

Und heute früh habe ich an einer Hausecke diese Ameisenjungfer entdeckt:

Zuerst habe ich sie für eine seltsame Libelle gehalten. So ein Tier hatten wir noch nie in unserem Garten. Ihr?

Molchis

Zwar komme ich in den letzten Tagen nur wenig zum Lesen oder Kommentieren, aber trotzdem möchte ich euch unsere diesjährigen Teichmolche zeigen. Es sind mindestens sieben, die lässig umher schwimmen, ab und an nach Luft schnappen und die schwarzen Markusfliegen, die ins Wasser gefallen sind, futtern.

Das Wasser in unserem Mini-Teich ist zwar klar, aber die Algen haben sich mächtig vermehrt. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich so eine fürchterliche Frostbeule bin und die Reinigung des Teichs so lange hinausgezögert habe, bis wir die kleinen Kerlchen im Wasser entdeckten. Danach wollten wir sie einerseits nicht im Teich stören, andererseits wussten wir auch nicht, ob sie eventuell sogar schon gelaicht haben. So ist es aus dem Frühjahrsputz nichts geworden.

Aber unsere Molchis mögen diese Algen total. Sie nutzen diese als Kissen beim Sonnenbaden und als Versteck, in dem sie schnell verschwinden und aus dem sie hinaus spähen können. Wir haben den Eindruck, dass dank den Algen sich unsere Molchis viel wohler als sonst in unserem Mini-Teich fühlen. Sie sind viel entspannter als sonst.

Auf ein Neues!

Wir starten einen neuen Versuch. Wievielter ist es? Hm, gute Frage! Die Zierkirsche war schon da, als wir hier eingezogen sind. Nachdem sie sich verabschiedet hat und unsere Vermieter ohne Vorwarnung den Efeu entfernen ließen, blieb ein ein Meter hohes Pflänzchen stehen. Das war unser erster Versuch: eine Traubenkirsche.

Als unsere Traubenkirsche die ersten Früchte bekam, konnten wir sie genauer bestimmen. Sie hat sich als eine nicht einheimische schnell wachsende Variante der Traubenkirsche herausgestellt. Diese Erkenntnis hat ihr Schicksal besiegelt. Mein Mann hat sie entfernt und wir starteten unseren zweiten Versuch: eine Felsenbirne.

Felsenbirne_in_Blüte

Die Felsenbirne war wegen ihrer Beeren mein Favorit. Ich naschte die Beeren mit der Amsel um die Wette. Leider vertrug sie die Trockenheit doch nicht so wie es uns in der Baumschule gesagt wurde. Sie ist im vergangenen Herbst eingegangen. Wir haben noch abgewartet, ob sie in diesem Frühjahr doch wieder kommt. Doch das tat sie nicht.

Also haben wir uns nun aus der selben Baumschule neue Pflanzen geholt. Bei unserem dritten Versuch schicken wir Feuerdorn ins Rennen. Wir haben drei Pflanzen mit orangefarbenen und roten Beeren gekauft. Gestern hat mein Mann sie eingepflanzt.

Feuerdorn

Wir hoffen, dass der Feuerdorn nicht nur Sichtschutz und tollen Anblick bietet, wenn er groß ist. Mehr wünschen wir uns, dass die Amseln was zum Futtern haben, dass die Meisen einen Landeplatz haben und dass die Pflanzen irgendwann mal so groß sind, dass Vögel darin nisten können. Werdet ihr uns die Daumen drücken, dass unser Versuch diesmal gelingt?

Es lenzt!

Das Igelhäuschen wurde leider von den Igeln im Winter verschmäht, aber dafür haben wir auch in diesem Jahr Molche in unserem Miniteich entdeckt:

Das ist ein Weibchen. Ist es nicht wunderschön?

Insgesamt haben wir fünf Tiere gezählt. Vielleicht haben sich aber noch mehr im noch trüben Wasser versteckt. Außerdem haben sich auch ein paar Libellenlarven im Teich gezeigt. Genial!

Neubau für den Igel

Heute hat unser Garten ein neues Gebäude bekommen. Naja, eigentlich nur
ein ganz kleines: Unser erstes Igelhaus!

IgelHaus-1

Dieses Igelhäuschen stand schon länger auf unserer ToDo-Liste. Am letzten Urlaubstag haben wir dieses Projekt nun endlich in die Tat umgesetzt. Dazu hat meine Frau vor einiger Zeit eine ganz tolle Anleitung vom NABU gefunden, mit der man nicht viel falsch machen kann.

Die einzelnen Bretter ließen wir uns direkt im Baumarkt zuschneiden. Dies hat extrem viel Zeit gespart, da ich normalerweise mit der Stichsäge eher zweifelhafte Ergebnisse erziele. Ein großes Dankeschön hier an den Baumarktangestellten: Er hat sehr professionell mit seiner Säge gearbeitet und hat die Erklärung meiner Frau, wie die Bretter geschnitten werden sollen, sofort verstanden und in die Tat umgesetzt.

Wieder zuhause bekam die Hausfront mit unserer Stichsäge noch das passende Eingangsloch spendiert. Danach kam die Bohrmaschine zum Eindrehen der Holzschrauben zum Einsatz. Das ging dann wirklich sehr flott, und das Zwischenergebnis sieht doch schon nach einem Haus mit Flur und Wohnbereich aus, oder?

IgelHaus-2

Jetzt das Dach drauf und man könnte das kleine Wohnhaus direkt so in den Garten stellen:

IgelHaus-3

Allerdings wollte ich das Häuschen gerne etwas langlebiger bauen. Damit sein Dach also nicht schon im nächsten Herbst undicht wird, kauften wir noch Biberschwanz-Dachschindeln und Leisten aus Metall.

IgelHaus-4

Mit dem Dremel waren die Ecken ziemlich schnell zurechtgeschnitten. Das Ergebnis sieht ziemlich krass aus – für die Low-Tec Variante hätte man das Holz einfach mit Leinöl einpinseln können.

IgelHaus-5

Dieses Häuschen steht jetzt in einer passenden, ruhigen Ecke in unserem Garten. Demnächst besorgen wir noch ein bisschen trocknes Laub von den Bäumen in der Nähe, damit der erste Igelgast Material zum Einrichten seiner Wohnung hat. Der Herbst ist ja schon fast da und vielleicht sind die ersten Igel schon auf der Suche nach einer Wohnung. Wir hoffen jedenfalls, die Tierchen werden diesen Luxus würdigen und zum Dank viele Schnecken fressen.