Fernweh-Adventskalender: Japan – 20. Türchen

Endlich! Endlich habe ich Zeit mich auf Weihnachten einzustimmen. Gestern Abend wurden als erstes ganz viele Karten mit Weihnachtsgrüßen geschrieben, heute werde ich mich um Geschenke kümmern! Aber an meinem Plan, euch 24 Sachen aus Japan zu zeigen, ändert das nichts.

Heute sind die heißen Quellen dran, denen ich noch nie so nah war, wie hier in der Nähe des Vulkans Unzen.

Der Schlamm blubberte. Die aufsteigenden Dämpfe rochen etwas streng. Die Schuhsohlen von dünnen Sommerschuhchen isolierten gegen die Bodenhitze kaum. Aber es war beeindruckend mittendrin zu stehen.

Die heißen Quellen liefern Wasser für die Onsen, traditionelle japanische öffentliche Badehäuser. Oder sollte ich lieber Wellnesshäuser sagen? In einem Onsen wäscht man sich gründlich, bevor man in die Warmwasserbecken steigt, um sich zu entspannen. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben: bei uns badet man, um sich zu reinigen, in Japan reinigt man sich, um zu baden… Habt ihr schon mal von Onsen gehört?

Fernweh-Adventskalender: Japan – 18. Türchen

Wer meinem Blog etwas länger folgt, hat sich bestimmt schon gewundert, dass nach den Reisfeldern nichts „Botanisches“ mehr von mir kam. Hiermit will ich das ändern:

Das ist eine kleine und wunderhübsche Frucht einer Kamelie. Da die Kamelie in unserem Garten noch nie Früchte getragen hat (und – ich werde das Gefühl nicht los – nie welche tragen wird), war ich aus dem Häuschen verzückt zu entdecken, dass es solche gibt und wie sie aussehen können.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 12. Türchen

Als wir nach der Ankunft in Japan das Flughafengebäude verließen, tauchten wir in eine unglaubliche Mischung von Hitze, feuchter Luft und Lärm ein. Der Lärm kam nicht vom Verkehr oder Flugzeugen, wir tippten eher auf eine Industriebaustelle in der Nähe, irrten uns aber. Hier sieht ihr einen der Verursacher dieses Lärms:

Das ist eine Zikade. Dieses Exemplar haben wir im Glover Garden in Nagasaki erwischt. In allen Städten waren die Bäume voller dieser laut zirpenden Insekten. Abends gesellten sich noch riesige Schwärme von Staren dazu. Die Ampel piepten und die Kakophonie war perfekt.

Auf dieser Reise habe ich nicht schlecht gestaunt, dass ich den Geräuschen der Natur in den Großstädten lauschen konnte. Klar regte ich mich über die lauten Biester auf. Aber erstmal habe ich sie überhaupt gehört. Der Autoverkehr war mir so viel leiser vorgekommen, als zum Beispiel jetzt hier beim Tippen in meiner Kleinstadt. Unser Reiseleiter hat erzählt, dass Privatpersonen in Japan keine Dieselfahrzeuge kaufen dürfen, nur Hybrid. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Zikaden so unüberhörbar waren.