Auf ein Neues!

Wir starten einen neuen Versuch. Wievielter ist es? Hm, gute Frage! Die Zierkirsche war schon da, als wir hier eingezogen sind. Nachdem sie sich verabschiedet hat und unsere Vermieter ohne Vorwarnung den Efeu entfernen ließen, blieb ein ein Meter hohes Pflänzchen stehen. Das war unser erster Versuch: eine Traubenkirsche.

Als unsere Traubenkirsche die ersten Früchte bekam, konnten wir sie genauer bestimmen. Sie hat sich als eine nicht einheimische schnell wachsende Variante der Traubenkirsche herausgestellt. Diese Erkenntnis hat ihr Schicksal besiegelt. Mein Mann hat sie entfernt und wir starteten unseren zweiten Versuch: eine Felsenbirne.

Felsenbirne_in_Blüte

Die Felsenbirne war wegen ihrer Beeren mein Favorit. Ich naschte die Beeren mit der Amsel um die Wette. Leider vertrug sie die Trockenheit doch nicht so wie es uns in der Baumschule gesagt wurde. Sie ist im vergangenen Herbst eingegangen. Wir haben noch abgewartet, ob sie in diesem Frühjahr doch wieder kommt. Doch das tat sie nicht.

Also haben wir uns nun aus der selben Baumschule neue Pflanzen geholt. Bei unserem dritten Versuch schicken wir Feuerdorn ins Rennen. Wir haben drei Pflanzen mit orangefarbenen und roten Beeren gekauft. Gestern hat mein Mann sie eingepflanzt.

Feuerdorn

Wir hoffen, dass der Feuerdorn nicht nur Sichtschutz und tollen Anblick bietet, wenn er groß ist. Mehr wünschen wir uns, dass die Amseln was zum Futtern haben, dass die Meisen einen Landeplatz haben und dass die Pflanzen irgendwann mal so groß sind, dass Vögel darin nisten können. Werdet ihr uns die Daumen drücken, dass unser Versuch diesmal gelingt?

Gewusel im Garten

Unser Garten entwickelt sich immer mehr zu einem Naturgarten. Mauerbienen, Löcherbienen und Sandwespen fühlen sich bei uns genauso wohl wie Honigbienen und Hummeln. Grashüpfer, Graspferde und Wespenspinnen sind hier unterwegs. Blattläuse und Ohrenkneifer sowieso.

Im letzten Jahr haben wir einen kleinen Teich angelegt. Einen Miniteich. Vor einem Jahr haben wir dann die ersten Libellenlarven darin entdeckt. In diesem Frühjahr sind Teichmolche und im Sommer ihre Jungen aufgetaucht. Die jungen Teichmolche schwimmen immer noch darin. Im September waren die zwei ersten Libellen geschlüpft… Sagt man das so?

Spatzen und Meisen treiben in unserem Garten ihr Unwesen. Amseln drehen jedes trockene Blatt auf dem Boden um und futtern zur Zeit auch die orangenen Feuerdornbeeren weg. Stieglitze zupften zuerst die Kornblumen und nun die Sonnenblumen und Schmuckkörbchen leer.

Sorgen machen uns nur die Hauskatzen aus der Nachbarschaft, die sich regelmäßig in der Nähe der Vogelfutterstelle in unserem Garten auf die Lauer legen.

Gartenjahr 2018: Kohlrabi

Auf der Arbeit lässt der Druck noch nicht nach, aber auch im Garten geben die Pflanzen Gas. Also jäten wir Unkraut und naschen Beeren und Gemüse. Unter anderem Kohlrabi. Ihn haben wir wie schon im letzten Jahr in die Hochbeete gepflanzt.

2018-04-22-kohlrabi

Als die kleinen Pflänzchen schon gut angewachsen waren, gab es einen kleinen Rückschlag: ein Tier hat in einem der Beete herumgegraben und zwei Kohlrabi herausgezogen. Das haben wir aber noch rechtzeitig entdeckt und sie wieder eingepflanzt.

2018-05-06-kohlrabi

Mittlerweile haben wir schon mehrere Kohlrabi gegessen. Einige Kollegen sagen, dass die roten Kohlrabi milder schmecken. Mir selbst ist noch kein Unterschied aufgefallen.

2018-05-29-kohlrabi

Unsere Meisen haben auch ihren Spaß mit den Kohlrabipflanzen. Wir haben sie nämlich dabei beobachtet, wie sie die Kohlweißlingpuppen von den Blattunterseiten gepickt haben, dabei haben sie sich zwar geschickt angestellt, sahen aber auch total komisch aus. Putzig!