Das kann ich mir nicht vorstellen…

… hören wir oft als Reaktion darauf, dass wir kein Auto haben. Nach und nach entwickelte sich eine Idee, es einfach zu erzählen, wie unser Leben ohne ein eigenes Auto funktioniert.

Studium

Während des Studiums in Leipzig war alles in der Stadt mit Bus, Straßenbahn oder – für meinen Mann – mit dem Fahrrad leicht erreichbar. Zu unseren Eltern sind wir, so weit es ging, mit dem Zug gefahren und dann mit dem Bus weiter oder wir wurden von ihnen vom nächsten Bahnhof abgeholt. Sie übernahmen für uns auch ab und zu Transporte von sperrigen Sachen. Wir erinnern uns sehr gern daran, dass, als unser Fernseher damals den Geist aufgab und wir einen uralten anderen kostenlos übers schwarze Brett bekamen, wir ihn mit dem Linienbus transportiert haben. Und ein anderes Mal bekam mein Mann von einer Freundin große Lautsprecher und Verstärker geschenkt, die hat er mit einem Taxi nach Hause gebracht.

Umzug nach Hessen

Als wir in Hessen eine Wohnung gesucht haben, hat meine Schwiegermutter uns ihr Auto geliehen. Für den Umzug selbst haben wir einen Transporter gemietet. Viele machen das so. Weiterlesen

DIY: Insektenhotel

Bis jetzt hatten wir nur ein Ohrwurmhotel: ein umgedrehter mit Stroh gefüllter Terrakottatopf. Aber seien wir mal ehrlich, so ein richtiges Insektenhotel für alle war das ja nicht. Meine Schwiegereltern haben so eine Art Plaza-Insektenhotel und etliche Insektenpensionen, wo sich viele Insekten pudelwohl fühlen. Das begeistert natürlich und steckt auch an. Also haben wir selbst ein Insektenhotel gebaut. Die Idee für diese Variante haben wir aus unserem Gartenkalender.

Dafür haben wir ein dickes Holzstück diagonal durchgesägt und beide Hälften nacheinander und etwas versetzt auf ein langes Pressholzstück geschraubt. Aus zwei anderen Pressholzstücken (von gleicher Breite wie das erste Pressholzstück) haben wir Dächer für die Schrägen gemacht. Erst dann wurden die Löcher in die Holzdreiecke (eigentlich sind das gerade Prismen mit einem Dreieck als Grundfläche, aber wer nimmt es schon so genau) gebohrt.

2017-03-Insektenhotel-(1)

Damit die Vögel dieses Insektenhotel nicht als ihre Kantine ansehen, haben wir auch noch Hasendraht auf der Vorderseite angebracht. Dafür war es gut, dass die Dachstücke breiter als die Holzdreiecke waren und vorn etwas weiter abstanden.

2017-03-Insektenhotel-(2)

In die Räume unten werden wir noch Bambusstäbchen hineinstecken, dann kommt dieses Prachtstück von einem Insektenhotel in unseren Garten.


Nachtrag:

Gestern haben wir unser Insektenhotel an unserer Tanne angebracht. Keine Panik! Der Baum wurde dabei nicht verletzt.

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Und weil für dieses Insektenhotel ein Reststück von einem Dachbalken, Bambusstäbe aus Vorjahren, Gartenbank-Farb-Reste und sogar ein altes Wahlplakat verwendet werden konnten, ist es ein richtiges Upcycling-Projekt geworden.

Tausch 02/2017

Seit Gabi ihre Linkparty HandGemachte Tauscherei im November 2016 ins Leben gerufen hat, wollte ich mitmachen. Heute möchte ich meine Teilnahme an der Tauscherei nicht weiter vor mir her schieben.

Zum Tausch biete ich meine Untersetzer an. Sie häkle ich für mein Leben gern. Sie sind doppellagig und daher anfangs eher dick, man sollte auf sie noch keine hohen Vasen, Gläser und Tassen mit schmalen Böden stellen. Aber mit der Zeit geht auch das. Sonst nutze ich sie für Tassen, Töpfe und Kannen (vor allem für Kannen!).

Material: Baumwolle; Durchmesser: ca. 12 cm; Dicke: anfangs ca. 0,7 cm

Farbauswahl: rosa/magenta; flieder/lila (davon gibt es drei); rosa/weiß/flieder; rosa/flieder; weiß/lila; weiß/petrol; salatgrün/weiß (davon gibt es zwei); hellblau/weiß; flieder/weiß; rot/weiß (auch davon gibt es zwei)

Und so sehen sie aus:

Gibt es einen (oder mehrere) Untersetzer, der dir gefällt? Dann lass uns doch tauschen. Ich würde mich z.B. über etwas Genähtes* oder Wollreste in Herbstfarben freuen. Also schreib mich einfach an und wir werden uns bestimmt einig.

* Aber bitte keine Stofftaschen, weil ich unglaublich viele davon habe.

Mit den Anleitungen…

… ist es so eine Sache.

Ich kann mich an sie einfach nicht halten. Im Januar habe ich mehrere Sachen gewerkelt und wich fast immer von der Anleitung ab. Mal waren das Kleinigkeiten, mal größere Veränderungen.

Zuerst habe ich eine grüne Mütze mit neongelben Streifen gestrickt. Inspiriert hat mich die Anleitung von Julia Grau Design, auf die ich über den Beanie-Post (Blog: Häkelstern) aufmerksam wurde.SONY DSCAnders als in der Anleitung: Ich habe „3 li, 3 re“ (statt „2 li, 2 re“) und außerdem die glatten Reihen mit viel dünneren Wolle gestrickt.

Dann sah ich ein megasüßes Einhorn auf dem Titelbild der Zeitschrift „Anna kreativ – We love Amigurumi – Vol. 6″ und habe mir fest vorgenommen, das zu häkeln. Als ich meine Wollbestände durchwühlte, stand ganz schnell fest, mein Einhorn wird rosa sein.SONY DSCAnders als in der Anleitung: Letztendlich ist es gar kein Einhorn geworden, sondern ein Pferd. Aus dem silbernen Häkelgarn habe ich ein Horn gehäkelt, aber ohne gefiel mir mein Einhorn viel besser. Die Mähne ist geknüpft und nicht gehäkelt.

Außerdem habe ich aus der gleichen Zeitschrift ein Schäfchen gehäkelt. Dort hieß das Schäfchen Rosa, aber meins habe ich Gray getauft. Passt viel besser zu ihm. Oder?SONY DSCAnders als in der Anleitung: Die hellgrauen flauschigen Details sind gestrickt (nicht gehäkelt). Mit dem flauschigen Garn zu häkeln muss ich noch lernen, die Maschenzahl hat einfach nie gestimmt.

Als letztes habe ich dieses Strickmuster bei Gabi (Bunter Puls // Stich – Schlinge) gesehen, das mich sofort verzaubert hat. So sehr, dass ich mir einen neuen Lieblingspulli mit diesem Muster stricke.SONY DSCAnders als in der Anleitung: die Reihenfolge von weißem Garn und buntem Garn vertauscht.