Butterwoche / масленица 2018

Es ist wieder so weit. Am Montag beginnt die Butterwoche und bei uns wird es Pfannkuchen geben. Ich meine die platten kreisrunden Pfannkuchen… Mit Zimtzucker oder mit Marmelade, mit Meerrettichsahne und Räucherlachs oder mit Kochschinken? Mir ist in diesem Jahr nach Banane und nach Camembert:

Womit esst ihr die Pfannkuchen am liebsten?

Auflösung des Sonntagsrätsels

Ich gebe zu es war nicht einfach zu erraten, was ich da miteinander kombiniert habe: Birnen und Kartoffeln. Aber die Idee stammt nicht von mir und im Internet findet man ganz viele Rezeptvariationen und noch mehr Ideen zum Aufpeppen von Kartoffelmarmelade.

Mich hat die Anekdote einer sehr netten und sehr gesprächigen Backwarenverkäuferin inspiriert. Eine Nachbarin hat ihr ein Gläschen Birnen-Kartoffel-Marmelade geschenkt. Als sie diese gekostet hat, meinte sie wohl: Igit, das schmeckt ja nach rohen Kartoffeln! Woraufhin ihr Ehemann antwortete: Ich weiß, nicht was du hast, das schmeckt doch wunderbar nach Birnen!

SONY DSC

Zutaten für meine Birnen-Kartoffel-Marmelade:

600 g (geputzte, in Stücke geschnittene) Birnen
400 g (geschälte und gewürfelte) Kartoffeln
500g Gelierzucker 2:1
100 ml Wasser + Wasser zum Vorkochen der Kartoffeln

Die gewürfelten Kartoffeln etwa 10 Minuten kochen. Wasser abgießen. Birnen, Gelierzicker und 100 ml Wasser zu den Kartoffeln geben und zum Kochen bringen. 3-5 Minuten kochen, anschließend pürieren und in Gläser abfüllen.

—————-

So verrückt sich dieses Rezept anhört, aber das Resultat ist lecker. Ich schmecke den Kartoffelgeschmack gar nicht heraus und merke nur an der cremigen Konsistenz der Marmelade, dass den Birnen etwas beigemischt wurde. Mein Mann schmeckt auch die Kartoffeln heraus, aber ihm schmeckt die Marmelade trotzdem auch.

Sonntagsrätsel

Ab und zu koche ich eine, milde gesagt, ungewöhnliche Marmelade. Hier habe ich schon von meiner Nachtschattenkonfitüre und meiner Rote-Bete-Konfitüre berichtet. Gestern habe ich die letzte Marmelade für dieses Jahr gekocht:

SONY DSC

Mein Mann meinte dazu: „Sie ist so ungewöhnlich wie Wurst mit Nutella zu essen…“

Was denkt ihr, welche zwei pflanzlichen Zutaten (neben dem Zucker) habe ich hier zu einer Marmelade verarbeitet?

Auflösung: am Mittwoch 20. Dezember um 12:00 -> hier

Süße Vorräte

Etwa alle fünf Jahre packt mich so richtig Lust Konfitüre selbst zu kochen. „So richtig“ heißt mindestens 8 – 10 Sorten je 4 – 6 Gläschen. In diesem Sommer ist es wieder so weit. Bis jetzt sind folgende Sorten in den Keller gewandert: Nektarine, Banane, Kirsch-Banane, Tellerpfirsich-Vanille und Aprikose-Mango mit einem Schuss Karottensaft für die Farbe.

Unser Garten wirft nur so viele Beeren ab, dass es gut zum Naschen reicht, für Konfitüre nehme ich gekaufte Früchte. Was verarbeitet wird, entscheiden mein innerer Brauch-Ich-Hamster und mein Umweltbewusstsein in einer heftigen Diskussion, die oft mit einem faulen Kompromiss endet.

2017-08-marmelade
Im Uhrzeigersinn: Banane, Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere, Aprikose-Mango

Aber in den letzten Tagen haben wir unsere Eltern besucht und bei meinen Schwiegereltern im Garten rote Johannisbeeren und Stachelbeeren gepflückt. Zusammen mit den Beeren, die meine Schwiegermama vor einiger Zeit gepflückt und eingefroren hat, sind zwei Sorten Konfitüre entstanden: Johannisbeere-Stachelbeere und Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere.

Später geplant sind noch Marmeladen aus Apfel, Birne und Kürbis in verschiedenen Kombinationen.

Dieser Vorrat reicht nicht wirklich für ganze fünf Jahre. Einige Gläschen werden von uns verschenkt. Einige Gläschen bekommen wir geschenkt. Im Winter koche ich ab und zu Konfitüre aus TK-Himbeeren. Wenn ein Jahr reich an schwarzem Nachtschatten ist, dann verarbeite ich diesen. Vor einiger Zeit habe ich auch Rote-Bete-Konfitüre gemacht, weil ich das Rezept in der Weihnachtszeitschrift so cool fand. So wird unser Vorrat ab und zu mit Gelegenheitskonfitüren aufgefüllt.

Macht ihr eure Konfitüre selbst? Gelee, pürriert (wie wir das machen) oder mit Fruchtstückchen?

Butterwoche 2017

dsc_0146

In diesem Jahr lag die Butterwoche zeitlich so günstig, dass ich sie ausgiebig zelebrieren konnte. Jeden Tag gab es Pfannkuchen. Na gut, sie hießen nicht immer Pfannkuchen, aber der Name ändert die Bedeutung nicht.

So gab es Eierkuchen, Crêpes, Palatschinken, Baghrir und Blinis. Mit Marmelade, Banane, Ahornsirup, Hackfleisch-Reis-Füllung, Räucherlachs und Meerrettich, Quark, Camembert oder Honig-Butter. Gerollt, gefüllt oder überbacken…

Die Butterwoche läutet das Ende des Winters und die Fastenzeit ein, aber gefastet habe ich nie. Wenn mein Blutzuckerwert sinkt, mutiere ich zu Mr. Hyde. In diesem Jahr habe ich mir trotzdem fest vorgenommen zu fasten, aber ich werde nicht auf tierische Nahrung verzichten – das würde doch nur in reinster Naschorgie ausarten -, sondern aufs Fernsehen. Der Fernseher bleibt aus. Kino ist erlaubt, YouTube nicht.