Fernweh-Adventskalender: Japan – 19. Türchen

Was mich in dieses Lokal gelockt hat, liegt ja auf der Hand. Das war natürlich das Grünzeug vor der Tür ;-) Hinter ihr versteckte sich ein kleines europäisch eingerichtetes Café. Die Betreiberin ist eine betagte und sehr sehr freundliche Dame.

Wir hatten es auf eine Spezialität von Nagasaki – auf den Castella – abgesehen. Hier wurden verschiedene Geschmacksrichtungen von Castella angeboten. Mein Mann und ich wollten das Original und die Matcha-Variante kosten. Daran gewöhnt die Kuchenteller zu tauschen, wenn jeder von uns die Hälfte von seinem Kuchen verputzt hat, waren wir total davon gerührt, dass die nette Betreiberin kurzerhand beide Kuchenstücke halbiert und jedem die Hälfte von beiden Kuchen serviert hat. Es ist eine kleine Nettigkeit gewesen, aber auf uns hatte sie eine große Wirkung.

Diese nette Frau hat uns auch die Geschichte von ihrem wunderschönen Geschirr erzählt, das sie von ihrem Großvater und zu ihrer Hochzeit vor über 50 Jahren geschenkt bekommen hatte. Wegen all dieser Kleinigkeiten haben wir uns hier – auf dem anderen Ende der Welt – unglaublich willkommen gefühlt.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 18. Türchen

Wer meinem Blog etwas länger folgt, hat sich bestimmt schon gewundert, dass nach den Reisfeldern nichts „Botanisches“ mehr von mir kam. Hiermit will ich das ändern:

Das ist eine kleine und wunderhübsche Frucht einer Kamelie. Da die Kamelie in unserem Garten noch nie Früchte getragen hat (und – ich werde das Gefühl nicht los – nie welche tragen wird), war ich aus dem Häuschen verzückt zu entdecken, dass es solche gibt und wie sie aussehen können.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 16. Türchen

„Kawaii“ ist Japanisch und bedeutet so viel wie „niedlich“. Diverse Maskottchen in Nagasaki waren super-kawaii. Hier das Maskottchen von Glover Garden:

Und hier das Maskottchen von der Straßenbahngesellschaft:

Das niedliche kawaii Hündchen wurde auf der Anzeigetafel in der Tram gezeigt. Wer die Zeichen auf dem Bild ratlos anschaut, sei beruhigt: Die Anzeige wechselt immer zwischen Japanisch und Englisch.

Fernweh-Adventskalender: Japan – 15. Türchen

Es ist an der Zeit mich als Teigtaschenfan zu outen. Ob Pelmeni, Wareniki, Maultaschen oder Tortellini aufgetischt werden, ich bin dabei und immer bereit meinen Teigtaschenhorizont zu erweitern. Da war es ja klar, dass ich mir die Gyoza nicht entgehen lassen würde:

Diese Fotomodels haben wir in Nagasaki Chinatown abgelichtet, sie waren mit Fleisch und Kohl gefühlt, gekocht und anschließend schön kross angebraten. Sie waren superlecker!

Aber ich bin immer noch am rätseln, wie man den Teig so dünn ausgerollt bekommt und er trotzdem nicht reißt. Wenn ich meiner Mama beim Pelmeni- oder Wareniki-Zubereiten helfe, dann sind meine immer daran zu erkennen, dass sie den dicksten Teigmantel haben. Wie ich sie am liebsten mag halt :-D