Hilfe, ein Liebesfilm treibt meine Besucherzahlen in die Höhe!

Eigentlich hatte ich mit einer Freundin ausgemacht gehabt, am Freitagabend mit ihr zu telefonieren, daher war es eher ein Zufall, dass mein Mann und ich die Mitte des Films „Meine Mutter im siebenten Himmel“ auf ARD gesehen hatten. Den Anfang hatten wir verpasst, weil ich zu lange gearbeitet habe. Wie der Film ausgeht, wissen wir nicht. Den kurzen Dialog zwischen Heidi und dem Gärtner Ron über die Feldahorn-Hecke haben wir aber mitbekommen. Es war richtig emotional:

Kirschlorbeer-Hecke….

Wir: Buuuuuuh!

Feldahorn-Hecke….

Wir: Yeah!

Wie sieht Feld-Ahorn aus?

Im Film fahren die beiden in die Gärtnerei und schauen sich die jungen Bäumchen an.

Im wahren Leben googlen die Zuschauer die Feldahorn-Hecke. Und einige von ihnen treiben seit Freitagabend die Besucherzahlen in meinem Blog in die Höhe. Na gut, es sind nur 45 Leute gleich am Freitag Abend gewesen und 50 heute. Aber das ist etwa das Zehnfache von meinen durchschnittlichen Besucherzahlen. Das ist richtig unheimlich…. Lust auf eine Feldahorn-Hecke bekommen? Hier lang: KLICK

Gewusel im Garten

Unser Garten entwickelt sich immer mehr zu einem Naturgarten. Mauerbienen, Löcherbienen und Sandwespen fühlen sich bei uns genauso wohl wie Honigbienen und Hummeln. Grashüpfer, Graspferde und Wespenspinnen sind hier unterwegs. Blattläuse und Ohrenkneifer sowieso.

Im letzten Jahr haben wir einen kleinen Teich angelegt. Einen Miniteich. Vor einem Jahr haben wir dann die ersten Libellenlarven darin entdeckt. In diesem Frühjahr sind Teichmolche und im Sommer ihre Jungen aufgetaucht. Die jungen Teichmolche schwimmen immer noch darin. Im September waren die zwei ersten Libellen geschlüpft… Sagt man das so?

Spatzen und Meisen treiben in unserem Garten ihr Unwesen. Amseln drehen jedes trockene Blatt auf dem Boden um und futtern zur Zeit auch die orangenen Feuerdornbeeren weg. Stieglitze zupften zuerst die Kornblumen und nun die Sonnenblumen und Schmuckkörbchen leer.

Sorgen machen uns nur die Hauskatzen aus der Nachbarschaft, die sich regelmäßig in der Nähe der Vogelfutterstelle in unserem Garten auf die Lauer legen.

Mit dem Tandem

Vor einer Woche war ich auf meiner ersten Demo. Mein Mann und ich hatten uns den Teilnehmern der Sternfahrt #aussteigen nach Frankfurt angeschlossen, wo gerade die Automesse IAA statt fand.

Bis wir mit dem Tandem zum Startpunkt in unserer Stadt kamen, bekam ich ordentlich graue Haare. Die Lieferwagen, die auf dem Fahrradweg parkten. Die plötzlich aufgerissenen Fahrertüren auf den Parkplätzen rechts vom Fahrradweg. Die Autos, die uns beim Einparken den Weg abschnitten, weil der Fahrradweg zwischen der Fahrbahn und den Parkplätzen verläuft. Ich wurde immer panischer, aber zum Glück sitze ich nicht am Lenker unseres Tandem und mein Mann hatte Ruhe bewahrt.

Als wir uns den anderen Radlern angeschlossen haben, wurde es besser. Die Kommunikation mit den anderen war ganz einfach, deswegen führen ganz oft auf einer Autofahrspur vier-fünf Radfahrer nebeneinander. Alle hatten ein ähnliches Tempo und genossen die Fahrt. Unterwegs schlossen sich uns immer mehr Radfahrer an und alle begrüßten einander mit fröhlichem Klingeln. Auch einige Autofahrer, die wegen der Demo nicht weiter kamen, haben freundlich und anerkennend gegrüßt.

Es vergingen Stunden bis wir in Frankfurt ankamen. Die Demo vor den Toren der Messe war im vollen Gange. Menschen aller Generationen waren hier. Die kleinsten krabbelten im Gras oder knabberten an einem Brezelstückchen. Die Erwachsenen applaudierten den Rednern auf der Bühne, unterhielten sich und machten Fotos. Aber bald war es auch schon Schluss und wir sind mit dem Tandem zurück nach hause gefahren.

Gestern, eine Woche nach der Demo, saßen wir wieder im Sattel. Wir sind wiedermal zur Baumschule in eine Nachbarstadt gefahren. Ein paar neue Stauden für den Garten mussten her. Die Prachtkerze packten wir in die linke, die Bartblume in die rechte Fahrradtasche. Die Schokoladenminze, Thymian und Enzian kamen in den Korb. So haben wir die Prachtstückchen nach Hause gebracht. Wie weit? 12 Kilometer haben sie gut überstanden.

Warme Tage im Februar

Die warmen Tage haben uns in den Garten getrieben. Den ganzen Winter hatte er Ruhe vor uns. Das Laub, die Stauden, die schwarz gewordenen Sonnenblumen, alles ruhte. In der Hoffnung, Insekten und ihre Raupen und Larven würden in unserem Garten überwintern, Vögel würden die Sonnenblumensamen fressen, blieb alles stehen. Jetzt kam wieder Bewegung rein.

Zuerst hat mein Mann unsere Traubenkirsche abgesägt und ihre Wurzeln entfernt, denn sie hat sich als eine Späte Traubenkirsche und damit als ein „invasiver Neophyt“ herausgestellt. Einen Ersatz für den frei gewordenen Platz haben wir aber schon ausgewählt. Es soll eine Gewöhnliche Felsenbirne werden.

Ich habe derzeit meinen Plan umgesetzt, unseren Bauernjasmin zu verjüngen. Alle Zweige habe ich etwa einen Meter über dem Boden abgeschnitten und aus dem, was noch stand, vertrocknete und zu alte Äste entfernt. Jetzt gilt es noch die abgeschnittenen Zweige klein zu schneiden, aber das mache ich nach und nach jeden Tag nach der Arbeit.

Außerdem hat mein Mann unsere Feldahorn-Hecke geschnitten und ich habe die Abdeckungen von den Pflanzen und von unserem Miniteich abgenommen. Bei dieser Aktion haben wir gestreifte Raupen und gewöhnungsbedürftig aussehende Libellenlarven gesichtet. Das bedeutet, dass unsere Hoffnung nicht vergebens und unserer Garten ein Winterquartier für Insekten war.

Fensterschmuck

Im April hatten wir ein paar Blumensamenmischungen in vier Balkonkästen gesät, aber so lange die Pflänzchen nicht aufgegangen waren, blieben die Kästen im Garten. Im Mai hatten wir dann die Kästen auf die Fensterbretter gestellt und befestigt. Bald waren die ersten Blumen aufgeblüht.

2018-05-28-Blumenkasten-auf-dem-Fensterbrett

Prompt wurden die von Insekten entdeckt. Unter den ersten waren die polierten Schmalbienen und sie kommen immer noch täglich angeflogen, um in unseren Blumen zu naschen. Leider sind sie zu klein und zu flink, dass ich eine auf einem Foto festhalten könnte.

2018-05-29-Blumenkasten-auf-dem-Fensterbrett

Je mehr verschiedene Blumen aufblühten, desto mehr Insekten kamen zu uns. Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Fliegen, Spinnen, Wanzen und Waldschaben. Eines Tages habe ich direkt auf dem Fensterglas eine Schmetterlingspuppe entdeckt. Von außen konnte ich sie nicht fotografieren, aber von innen.

SONY DSC

Weiterlesen…