Gartenjahr 2021: Kamelie

Hinter dem Türchen Nr. 18 verbarg sich in meinem Fernweh-Adventskalender 2019 die Frucht einer Kamelie, die ich in Japan fotografiert hatte. Damals ging ich davon aus, dass die Kamelie in unserem Garten nie Früchte tragen wird, und tat ihr damit unrecht. Es freut mich riesig, dass ich mich geirrt habe. Im Sommer hatte ich drei Früchte entdeckt und kontrollierte ihren Zustand regelmäßig:

Wohin es führen wird, war mir nicht klar. Ab und zu hatte ich mich gefragt, ob die Früchte auch im Winter auf dem Strauch bleiben werden. Da ich unsere Kamelie zu einem Bäumchen heranziehe, ist sie nun wirklich zu groß, um sie im Winter abzudecken. Heute habe ich entdeckt, dass zwei der drei Früchte aufgeplatzt sind:

Das ist ein Zeichen dafür, dass die Samen in der Frucht reif sind. Eine habe ich abgenommen und aufgemacht. Darin waren mehrere nicht entwickelte Samen und ein sehr gut entwickelter Same:

Eigentlich wäre es logisch, zu überlegen, was ich damit machen soll, aber so weit bin ich noch nicht. Gerade genieße ich es, dass unsere Kamelie diese Entwicklungsstufe erreicht hat. Das ist ihr erster Kern. Das ist ein Erfolg an sich. Ganz gleich, ob er zum Keimen gebracht werden kann oder wird…

Neubau für den Igel

Heute hat unser Garten ein neues Gebäude bekommen. Naja, eigentlich nur
ein ganz kleines: Unser erstes Igelhaus!

IgelHaus-1

Dieses Igelhäuschen stand schon länger auf unserer ToDo-Liste. Am letzten Urlaubstag haben wir dieses Projekt nun endlich in die Tat umgesetzt. Dazu hat meine Frau vor einiger Zeit eine ganz tolle Anleitung vom NABU gefunden, mit der man nicht viel falsch machen kann.

Die einzelnen Bretter ließen wir uns direkt im Baumarkt zuschneiden. Dies hat extrem viel Zeit gespart, da ich normalerweise mit der Stichsäge eher zweifelhafte Ergebnisse erziele. Ein großes Dankeschön hier an den Baumarktangestellten: Er hat sehr professionell mit seiner Säge gearbeitet und hat die Erklärung meiner Frau, wie die Bretter geschnitten werden sollen, sofort verstanden und in die Tat umgesetzt.

Wieder zuhause bekam die Hausfront mit unserer Stichsäge noch das passende Eingangsloch spendiert. Danach kam die Bohrmaschine zum Eindrehen der Holzschrauben zum Einsatz. Das ging dann wirklich sehr flott, und das Zwischenergebnis sieht doch schon nach einem Haus mit Flur und Wohnbereich aus, oder?

IgelHaus-2

Jetzt das Dach drauf und man könnte das kleine Wohnhaus direkt so in den Garten stellen:

IgelHaus-3

Allerdings wollte ich das Häuschen gerne etwas langlebiger bauen. Damit sein Dach also nicht schon im nächsten Herbst undicht wird, kauften wir noch Biberschwanz-Dachschindeln und Leisten aus Metall.

IgelHaus-4

Mit dem Dremel waren die Ecken ziemlich schnell zurechtgeschnitten. Das Ergebnis sieht ziemlich krass aus – für die Low-Tec Variante hätte man das Holz einfach mit Leinöl einpinseln können.

IgelHaus-5

Dieses Häuschen steht jetzt in einer passenden, ruhigen Ecke in unserem Garten. Demnächst besorgen wir noch ein bisschen trocknes Laub von den Bäumen in der Nähe, damit der erste Igelgast Material zum Einrichten seiner Wohnung hat. Der Herbst ist ja schon fast da und vielleicht sind die ersten Igel schon auf der Suche nach einer Wohnung. Wir hoffen jedenfalls, die Tierchen werden diesen Luxus würdigen und zum Dank viele Schnecken fressen.

Herbstlich

Also der Zahnarzttermin, der in meinem Urlaub ausgefallen war, wurde heute nachgeholt… Und was soll ich sagen? Nach zwei Stunden im Zahnarztsessel und zwei Betäubungsspritzen bin ich k.o. Langsam dämmert es mir, warum einige Menschen Angst vorm Zahnarzt haben. Zum Glück bin ich noch nicht weit.

Aber auch in diesem Zustand entgeht mir das wunderbare Wetter draußen nicht. Ich mag diesen goldenen Hebst so. Als wir vor Kurzem bei meinen Schwiegereltern am See spazieren waren, haben wir ganz viele Pilze gesehen. Gesammelt haben wir sie nicht, aber essbare haben wir fotografiert:

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Ich finde sie sehen prächtig aus. Mitnehmen kam aber für uns nicht in Frage. Mir wurde seit ich klein war gesagt, dass man die Pilze nur nur einem Messer abschneiden soll, um das Pilzgeflecht nicht zu verletzen, und wir hatten keins mit. Als kleines Kind war ich ich oft mit meiner Oma Pilze sammeln. Sie kennt sich gut aus.

Geht ihr im Herbst in die Pilze?

Wandern im Odenwald 10/2017

Als die Blätter auf den Bäumen in der Stadt anfingen sich gelb und rot zu färben, bekam ich Lust noch einmal zu wandern. Unbedingt wollte ich die herbstlichen Farbspiele im Wald sehen.

Mein Schatz hatte kurz unseren Wanderführer studiert und die Auswahl auf zwei Routen eingegrenzt, es sollte nach Bad König oder nach Fürth (Odenwald) gehen. Gemeinsam entschieden wir uns für Fürth.

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Ausgerechnet bei dieser Route hatte ich aber das Gefühl, das wird kein Sonntagspaziergang werden. Am nächsten Tag war das kein Gefühl mehr, sondern Gewissheit. Es ging von 200 m über dem Meeresspiegel auf 577 m und wieder herunter.

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Als wir in den Odenwald reinfuhren, war alles in Nebel gehüllt. So dass, als wir Fürth verließen, unser Ziel – die Tromm – von unten nicht zu sehen war. Es war ganz still. Neben dem Weg grasten Kühe. Hier geht es weiter…