Jadegrüner Drache

Ein und dieselbe Zeitschrift „Anna kreativ – We love Amigurumi – Vol. 6“ *** inspiriert mich schon seit einer Weile. Nach dem rosa Pferd, den gestreiften Hasen zu Ostern, dem Schäfchen Gray und der kleinen Hexe ist nun ein süßer Drache daraus entstanden. Er ist mit ca. 30 cm recht groß, aber total knuddelig.

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Mit langen Pausen und vielen Unterbrechungen habe ich für dieses Projekt zwei Monate gebraucht. Statt der Anleitung für die Beine war in der Zeitschrift nochmal die Anleitung für die Arme abgedruckt. Passiert. Nachdem ich erfolglos die Suchmaschinen bemüht hatte, habe ich direkt den Verlag angeschrieben und nach einer Weile auch die Korrekturen zu der Anleitung bekommen. Sehr nett. Beim Zusammennähen der Beine habe ich nochmal meine Probleme bekommen, denn es wollte nie wie auf dem Foto in der Zeitschrift aussehen. Aber letztendlich bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bereue keine einzige investierte Minute.

Da in unserem Garten gerade der Sonnenhut so schön blüht, war mein Plan, den süßen Drachen in schöner Umgebung zu präsentieren, aber wenn ich die Bilder so anschaue, dann stehlen ihm die Blumen die Show. Oder?

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*** Mir ist aufgefallen, dass es sich vielleicht nach Werbung anhört, aber es handelt sich hier um meine persönliche Erfahrung und Meinung mit und über diese eine Ausgabe dieser Zeitschrift. Ich habe mich nun mal von dem Einhorn auf dem Titelblatt locken lassen und bin immer noch in seinem Bann gefangen. Mit dem Verlag hatte ich nur einen einzigen Kontakt, als ich nach den Korrekturen für die Drachenanleitung gefragt hatte.

Süße Vorräte

Etwa alle fünf Jahre packt mich so richtig Lust Konfitüre selbst zu kochen. „So richtig“ heißt mindestens 8 – 10 Sorten je 4 – 6 Gläschen. In diesem Sommer ist es wieder so weit. Bis jetzt sind folgende Sorten in den Keller gewandert: Nektarine, Banane, Kirsch-Banane, Tellerpfirsich-Vanille und Aprikose-Mango mit einem Schuss Karottensaft für die Farbe.

Unser Garten wirft nur so viele Beeren ab, dass es gut zum Naschen reicht, für Konfitüre nehme ich gekaufte Früchte. Was verarbeitet wird, entscheiden mein innerer Brauch-Ich-Hamster und mein Umweltbewusstsein in einer heftigen Diskussion, die oft mit einem faulen Kompromiss endet.

2017-08-marmelade
Im Uhrzeigersinn: Banane, Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere, Aprikose-Mango

Aber in den letzten Tagen haben wir unsere Eltern besucht und bei meinen Schwiegereltern im Garten rote Johannisbeeren und Stachelbeeren gepflückt. Zusammen mit den Beeren, die meine Schwiegermama vor einiger Zeit gepflückt und eingefroren hat, sind zwei Sorten Konfitüre entstanden: Johannisbeere-Stachelbeere und Johannisbeere-Erdbeere-Himbeere.

Später geplant sind noch Marmeladen aus Apfel, Birne und Kürbis in verschiedenen Kombinationen.

Dieser Vorrat reicht nicht wirklich für ganze fünf Jahre. Einige Gläschen werden von uns verschenkt. Einige Gläschen bekommen wir geschenkt. Im Winter koche ich ab und zu Konfitüre aus TK-Himbeeren. Wenn ein Jahr reich an schwarzem Nachtschatten ist, dann verarbeite ich diesen. Vor einiger Zeit habe ich auch Rote-Bete-Konfitüre gemacht, weil ich das Rezept in der Weihnachtszeitschrift so cool fand. So wird unser Vorrat ab und zu mit Gelegenheitskonfitüren aufgefüllt.

Macht ihr eure Konfitüre selbst? Gelee, pürriert (wie wir das machen) oder mit Fruchtstückchen?

DIY: Insektenhotel

Bis jetzt hatten wir nur ein Ohrwurmhotel: ein umgedrehter mit Stroh gefüllter Terrakottatopf. Aber seien wir mal ehrlich, so ein richtiges Insektenhotel für alle war das ja nicht. Meine Schwiegereltern haben so eine Art Plaza-Insektenhotel und etliche Insektenpensionen, wo sich viele Insekten pudelwohl fühlen. Das begeistert natürlich und steckt auch an. Also haben wir selbst ein Insektenhotel gebaut. Die Idee für diese Variante haben wir aus unserem Gartenkalender.

Dafür haben wir ein dickes Holzstück diagonal durchgesägt und beide Hälften nacheinander und etwas versetzt auf ein langes Pressholzstück geschraubt. Aus zwei anderen Pressholzstücken (von gleicher Breite wie das erste Pressholzstück) haben wir Dächer für die Schrägen gemacht. Erst dann wurden die Löcher in die Holzdreiecke (eigentlich sind das gerade Prismen mit einem Dreieck als Grundfläche, aber wer nimmt es schon so genau) gebohrt.

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Damit die Vögel dieses Insektenhotel nicht als ihre Kantine ansehen, haben wir auch noch Hasendraht auf der Vorderseite angebracht. Dafür war es gut, dass die Dachstücke breiter als die Holzdreiecke waren und vorn etwas weiter abstanden.

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In die Räume unten werden wir noch Bambusstäbchen hineinstecken, dann kommt dieses Prachtstück von einem Insektenhotel in unseren Garten.


Nachtrag:

Gestern haben wir unser Insektenhotel an unserer Tanne angebracht. Keine Panik! Der Baum wurde dabei nicht verletzt.

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Und weil für dieses Insektenhotel ein Reststück von einem Dachbalken, Bambusstäbe aus Vorjahren, Gartenbank-Farb-Reste und sogar ein altes Wahlplakat verwendet werden konnten, ist es ein richtiges Upcycling-Projekt geworden.