Neubau für den Igel

Heute hat unser Garten ein neues Gebäude bekommen. Naja, eigentlich nur
ein ganz kleines: Unser erstes Igelhaus!

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Dieses Igelhäuschen stand schon länger auf unserer ToDo-Liste. Am letzten Urlaubstag haben wir dieses Projekt nun endlich in die Tat umgesetzt. Dazu hat meine Frau vor einiger Zeit eine ganz tolle Anleitung vom NABU gefunden, mit der man nicht viel falsch machen kann.

Die einzelnen Bretter ließen wir uns direkt im Baumarkt zuschneiden. Dies hat extrem viel Zeit gespart, da ich normalerweise mit der Stichsäge eher zweifelhafte Ergebnisse erziele. Ein großes Dankeschön hier an den Baumarktangestellten: Er hat sehr professionell mit seiner Säge gearbeitet und hat die Erklärung meiner Frau, wie die Bretter geschnitten werden sollen, sofort verstanden und in die Tat umgesetzt.

Wieder zuhause bekam die Hausfront mit unserer Stichsäge noch das passende Eingangsloch spendiert. Danach kam die Bohrmaschine zum Eindrehen der Holzschrauben zum Einsatz. Das ging dann wirklich sehr flott, und das Zwischenergebnis sieht doch schon nach einem Haus mit Flur und Wohnbereich aus, oder?

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Jetzt das Dach drauf und man könnte das kleine Wohnhaus direkt so in den Garten stellen:

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Allerdings wollte ich das Häuschen gerne etwas langlebiger bauen. Damit sein Dach also nicht schon im nächsten Herbst undicht wird, kauften wir noch Biberschwanz-Dachschindeln und Leisten aus Metall.

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Mit dem Dremel waren die Ecken ziemlich schnell zurechtgeschnitten. Das Ergebnis sieht ziemlich krass aus – für die Low-Tec Variante hätte man das Holz einfach mit Leinöl einpinseln können.

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Dieses Häuschen steht jetzt in einer passenden, ruhigen Ecke in unserem Garten. Demnächst besorgen wir noch ein bisschen trocknes Laub von den Bäumen in der Nähe, damit der erste Igelgast Material zum Einrichten seiner Wohnung hat. Der Herbst ist ja schon fast da und vielleicht sind die ersten Igel schon auf der Suche nach einer Wohnung. Wir hoffen jedenfalls, die Tierchen werden diesen Luxus würdigen und zum Dank viele Schnecken fressen.

Unser leuchtendes Bäumchen

Heute schreibt hier mein Mann:

Endlich wieder Winter, endlich wieder mehr Zeit zum Basteln! In der vergangenen Zeit habe ich mir schon lange überlegt, was ich mal wieder tolles werkeln könnte. Die Weihnachtszeit näherte sich mit großen Schritten. Was lag näher, als etwas passendes dafür zu entwerfen?

Eigentlich wollte ich ja etwas mit unserem Dremel machen. Den hat mir meine bessere Hälfte vor einiger Zeit geschenkt. Auf der Suche nach Bastelideen bin ich dann aber auf die geniale Idee gestoßen, einige Löcher in ein Brett zu bohren, durch die dann jeweils eine LED leuchtet. Das geht also mit einer ganz einfachen Bohrmaschine.

Im Wohnzimmerschrank hatten wir noch eine unbenutzte LED-Lichterkette mit 40 Lampen vorrätig. Ein Brett hatten wir zwar nicht im Haus, aber im nächsten Baumarkt gab es ein passendes Restbrett in der Holzabteilung. Hier haben wir ein ganz günstiges für gerade mal 1,50€ ergattert, ca. 40x55cm groß.

Auf das Brett habe ich dann einen Tannenbaum gezeichnet. Die Vorlage fand ich im Internet (Erstaunlich, es gibt einfach für alles eine Ausmalvorlage!). Ungeübt wie ich war, benötigte ich zwei Anläufe für einen hübschen Tannenbaum:

Weihnachtsbeleuchung_2017_1

Auf der Skizze haben wir dann 40 Punkte markiert, wo die Löcher für die LEDs hinkommen sollten. Tipp: Die Löcher von der Vorderseite des Brettes bohren. Denn beim Durchstoßen des Bohrers kann das Holz leicht splittern. Das sieht dann nicht gut aus.

Nachdem die Löcher gebohrt und die Lichterkette in das Brett gesteckt wurde, sah die ganze Konstruktion von hinten so aus:

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Ein erster Leuchten-Test folgte sogleich:

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Und so sieht es dann aus, wenn das Zimmer abgedunkelt ist:

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Von der Straße durchs Fenster gesehen macht das Bäumchen echt was her, finden wir. Dann sieht man das Brett auch gar nicht mehr, sondern nur den leuchtenden Tannenbaum.

Unsere Feldahorn-Hecke – ein Jahresrückblick

Ein Gastbeitrag von Uwe: An anderer Stelle in diesem Blog hatte chaoslady, meine bessere Hälfte, schon über die ersten Monate mit unserer neuen Hecke geschrieben. Heute möchte ich hier noch mal eine Zusammenfassung des vergangenen Jahres posten…

Auf einer Seite unseres Gartens stand bis zum Mai 2014 eine über 50 Jahre alle Liguster-Hecke, die ziemlich alt und unansehnlich war:
Die alte Ligusterhecke

Zwischen den toten Liguster-Stämmen wuchsen bereits viele Eiben- und Efeu-Pflanzen. Eine neue Hecke musste her!

Also haben wir viele Bücher gewälzt und nach einem passenden Ersatz gesucht. Die neue Hecke sollte auf jeden Fall ein heimisches Gehölz sein, welches mit den Bedingungen an einer stark befahrenen Straße, direkt neben einem großem Nadelbaum, gut zurecht kommt. Wir haben uns schließlich für Feldahorn entschieden. Feldahorn bekommt im Frühling kleine Blüten, die von Bienen und anderen Insekten gerne angenommen werden. Außerdem suchen Meisen, Amseln und andere Vögel in diesen Hecken gerne Schutz.

Wir ließen uns die jungen Feldahorn-Pflanzen von einem Gärtner in einer Baumschule besorgen. Eine Pflanze kostete etwa 2,50€. Eine solche Hecke ist also auch für den kleinen Geldbeutel recht erschwinglich.

Das Entfernen der alten Hecke und eines kleinen Haselnussbaums hat etwa einen Vormittag gedauert und das Ergebnis sah so aus:
Platz fuer etwas neues

Die neue Hecke sollte wieder entlang des Gartenzauns verlaufen, aber dann L-förmig auf das kleine Beet abbiegen. Dort sollte noch Platz für bodendeckende Pflanzen bleiben. Hier entschieden wir uns für Storchschnabel und Steppensalbei.

Bevor die Heckenpflanzen in die Erde kamen, wurde der Boden mit einer Gartenfräse aufgelockert und Bodenaktivator (Hirschhornsalz u.a.) hinzugeben, um die Qualität der Erde wieder aufzubessern. Von der Baumschule bekamen wir dann 36 Feldahorn-Pflanzen. Sie waren etwa 40cm groß und hatten schöne, lange Wurzeln. Das Einsetzen der jungen Bäumchen ging dann ganz schnell. Wir gossen sie gut an und zum Schluss kam Mulch drauf. Das Ergebnis sieht man hier:
Platz für etwas neues

Es dauerte nicht lang und die ersten Blätter begannen zu sprießen – wir freuten uns riesig darüber!
Die ersten Blätter kommen

In den ersten Wochen mussten wir, wie bei jeder neuen Hecke, mindestens jeden dritten Tag kräftig gießen. Später besorgten wir noch die besagten Bodendecker. Im frühen Sommer dann sah alles so aus, wie wir es und vorgestellt hatten:
Wie gewünscht

Feldahorn wächst bei guten Bedingungen recht schnell und wir mussten ihn 2014 bereits zwei mal schneiden. Das sollte man zu Beginn nicht vernachlässigen, damit er schön dicht wird:
Nach dem ersten Schnitt
Der Plan ist, dass man irgendwann unsere Mülltonnen von der Straße aus gar nicht mehr sehen kann.

Ein Problem, mit dem wir nicht gerechnet hatten, waren Ameisen, die den Feldahorn als Farm für Blattläuse missbrauchten. Darum haben wir im Sommer auf einer nahe gelegenen Wiese Brennnesseln gesammelt und einen Brennnessel-Sud angesetzt. Eine Anleitung dafür gibt’s hier. Auch Mehltau war auf den Blättern, es lag wohl am ziemlich feuchten Sommer. Generell ist Feldahorn aber sehr widerstandsfähig und man braucht sich um dass Überleben der Pflanzen keine Sorgen zu machen.

Gefreut hat uns das schnelle Wachstum des Feldahorns, denn er soll ja mal als Hecke erkennbar sein. Schon Ende Juni mussten wir das erste mal die Schere ansetzen. Wenn die Pflanzen größer sind, sollte man wegen eventuell brütender Vögel nur noch im Frühjahr und im Herbst schneiden. Dabei kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Feldahorn verzeiht viel!

Der schönste Moment im ersten Jahr mit unserer neuen Hecke war wohl für mich, als wir dass erste Mal ein paar Spatzen beobachteten, die durch das junge Gehölz geflogen sind und nach Insekten Ausschau hielten. Wie schön!

Hier nun noch ein paar Impressionen aus dem Spätsommer, Herbst und Winter 2014:

Es wird Herbst
Der Herbst ist da
Goldener Herbst
Immer weniger Blätter
Nur noch fünf Blätter
Total kahl

Wie man sieht, haben wir die Blätter unter der Hecke einfach liegen lassen. Ich glaube, unsere Amseln freuen sich über die Möglichkeit zum Buddeln nach Würmern.

Übrigens: Das schöne an einer Feldahorn-Hecke im Winter ist, dass man sich keine Sorgen um einen zu trockenen Boden machen muss. Da die Pflanzen ihre Blätter abgeworfen haben, können die Äste kaum vertrocknen. Anders ist dies bei Kirschlorbeer & Co, die auch im Winter ihre Blätter behalten. Dort muss man bei einer längeren Trockenheit auch im Winter gießen.


Damit ist das alte Jahr nun vorüber und es wird nur noch wenige Monate dauern, bis neue Knospen sprießen. Wir freuen uns schon drauf! :-)