Die warmen Tage haben uns in den Garten getrieben. Den ganzen Winter hatte er Ruhe vor uns. Das Laub, die Stauden, die schwarz gewordenen Sonnenblumen, alles ruhte. In der Hoffnung, Insekten und ihre Raupen und Larven würden in unserem Garten überwintern, Vögel würden die Sonnenblumensamen fressen, blieb alles stehen. Jetzt kam wieder Bewegung rein.

Zuerst hat mein Mann unsere Traubenkirsche abgesägt und ihre Wurzeln entfernt, denn sie hat sich als eine Späte Traubenkirsche und damit als ein „invasiver Neophyt“ herausgestellt. Einen Ersatz für den frei gewordenen Platz haben wir aber schon ausgewählt. Es soll eine Gewöhnliche Felsenbirne werden.

Ich habe derzeit meinen Plan umgesetzt, unseren Bauernjasmin zu verjüngen. Alle Zweige habe ich etwa einen Meter über dem Boden abgeschnitten und aus dem, was noch stand, vertrocknete und zu alte Äste entfernt. Jetzt gilt es noch die abgeschnittenen Zweige klein zu schneiden, aber das mache ich nach und nach jeden Tag nach der Arbeit.

Außerdem hat mein Mann unsere Feldahorn-Hecke geschnitten und ich habe die Abdeckungen von den Pflanzen und von unserem Miniteich abgenommen. Bei dieser Aktion haben wir gestreifte Raupen und gewöhnungsbedürftig aussehende Libellenlarven gesichtet. Das bedeutet, dass unsere Hoffnung nicht vergebens und unserer Garten ein Winterquartier für Insekten war.

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