Als die Blätter auf den Bäumen in der Stadt anfingen sich gelb und rot zu färben, bekam ich Lust noch einmal zu wandern. Unbedingt wollte ich die herbstlichen Farbspiele im Wald sehen.

Mein Schatz hatte kurz unseren Wanderführer studiert und die Auswahl auf zwei Routen eingegrenzt, es sollte nach Bad König oder nach Fürth (Odenwald) gehen. Gemeinsam entschieden wir uns für Fürth.

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Ausgerechnet bei dieser Route hatte ich aber das Gefühl, das wird kein Sonntagspaziergang werden. Am nächsten Tag war das kein Gefühl mehr, sondern Gewissheit. Es ging von 200 m über dem Meeresspiegel auf 577 m und wieder herunter.

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Als wir in den Odenwald reinfuhren, war alles in Nebel gehüllt. So dass, als wir Fürth verließen, unser Ziel – die Tromm – von unten nicht zu sehen war. Es war ganz still. Neben dem Weg grasten Kühe.

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An einem Damm lief uns ein Feuersalamander über den Weg, ich war so verblüfft darüber, dass ich es fast vergessen hatte, ein Foto zu machen. Zum Glück hat mein Mann daran gedacht.

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Dann ging es die ganze Zeit nur bergauf. Dabei habe ich nur überlegt, was doch für ein dehnbarer Begriff das Wort „kurz“ ist. Im Wanderführer ist Charakter dieser Wanderung so beschrieben gewesen: „kurze steile Pfade“. Mir schienen diese Wege schier endlos.

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Auf dem Weg nach ganz oben zum Ireneturm haben wir etwas entdeckt, was in dem Buch nicht stand. Ein Holzpfeil wies zum „Grenzwall“. Da war ich nicht zu halten, diesen wollte ich nun unbedingt sehen. Und ich hatte ihn gefunden. Wie man auf dem Foto sieht, war es immer noch ganz neblig.

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Nach einer Weile waren wir auch ganz oben und beim Ireneturm angekommen, der nach einer Enkelin der englischen Königin Viktoria benannt wurde.

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Leider ist der Turm seit etwa einem halben Jahr nicht mehr begehbar. Also haben wir den vom Wanderführer versprochenen Ausblick auf die Ebene unter uns nicht genießen können. Aber der Nebel hatte sich verzogen.

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Auf dem letzten Stück schien so richtig die Sonne.

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Was aber die herbstliche Färbung der Blätter anging, die gab es leider auf unserem Weg kaum. Da müssen wir wohl noch einmal los :-)

4 Gedanken zu “Wandern im Odenwald 10/2017

  1. das sind ja traumhafte bilder. gerade das mit dem nebel im wald finde ich besonders stimmungsvoll. danke fürs mitnehmen
    LG Gusta

  2. Super schöne Bilder. MIr gefällt der Odenwald auch recht gut. Vor kurzem habe ich dort am Mega Marsch teilgenommen, war ein Erlebnis!

    Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn,
    Jörg

  3. Das bringt mich auf Ideen. Dieses Jahr möchte ich in meiner näheren Umgebung Urlaub machen, da es ja aufgrund der Corona-Krise auch momentan nur schwer anders möglich ist… Und da wäre der Odenwald eine gute Idee für Tagesausflüge. :-)

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